Wie kann sich das Handwerk wieder attraktiv machen?
Was muss sich ändern, um der Jugend das Handwerk wieder schmackhaft zu machen? Viele andere Bereiche scheinen ja weitaus attraktiver zu sein.
3 Antworten
Das Handwerk ist attraktiv! Klar, wir haben mit Vorurteilen und teils schlechten Image in der Gesellschaft zu kämpfen, aber wir nehmen hier einen spürbaren Wandel war. Die Menschen wissen Werte wie Regionalität und Nachhaltigkeit zu schätzen und damit das Handwerk, das für diese Werte eintritt! Aktuell gibt es einen positiven Trend bei dem Abschluss neuer Ausbildungsverträge - das zeigt, für viele junge Menschen ist das Handwerk beliebt und zukunftssicher.
Welche Berufe im Handwerk würdet ihr Frauen raten? Ich war in einer Zimmerei, toll aber zu physisch und bin jetzt in einer Glaserei für ein Praktikum, was auch irrsinnig spannend ist, aber auch das ist zu anstrengend... Das sind alles unfassbar spannende Berufe, aber mit Anfang 40 und als Frau merke ich, ich komme an meine Grenzen, so dass es für mich leider keinen Sinn macht, in einem körperlich ähnlich anstrengenden Beruf zu arbeiten. Habt ihr Tipps? Ich bin auf Keramikerin oder Goldschmiedin gestoßen, aber die scheinen beide nicht sehr zukunftssicher zu sein. Gibt es da Bereiche, die euch einfallen?
Dies ist eine Frage, wo sich selbst die Politik nicht einig wird.
Ich selbst war für ein Jahr im Handwerk tätig. Mit Zwischenstationen bin ich nun im Büro tätig.
Damit Handwerk attraktiv wird, Bedarf es kein 4 Tage Modell oder sonstiges neues Zeug. Behaupte ich. Was es Bedarf sind gute Rahmenbedingungen und ordentlicher Lohn. So einfach ist das. ABER wir haben hier ein Problem. Jeder möchte an dir verdienen. Dein Chef, der Staat und viele mehr. Das Handwerk erweckt falscherweise, dass die Leute wenig Bildung haben. Deshalb wird hier nur, für die Arbeit die erledigt werden muss, zu wenig bezahlt. Im Home-Office, Bürojob, verdiene ich genau so viel. Muss aber weder körperlich schwer arbeiten, noch das Haus verlassen. Der Anreiz des Geldes ist einfach nicht da. Selbst für 300 Euro Netto mehr, würde ich dies nicht tun. Ab 500 Euro könnte man darüber reden. Sprich fast 1000 Euro brutto.
Wenn man nun aber jeden Handwerker fair bezahlen würde, passieren ein und/oder zwei Sachen:
Bauen kann sich keiner mehr leisten, außer die Oberschicht. Da die Preise massiv steigen würden. Eigener Wohnraum ist eh schon zu Luxus geworden (sage selbst ich als Besitzer einer Immobilie). Heute könnten ich mir kein Wohnraum mehr kaufen.
Oder aber die Firma verdient viel weniger Geld. Da sie durch die Handwerker weniger verdient. Und das wird nie passieren.
Subventionen vom Staat für Handwerker wären die Lösung. Doch das kann man auch vergessen. Deutschland muss überall Geld rein buttern, egal ob es im Inland oder Ausland ist. Stichwort: Flughafen Berlin / Geld für Firmen die im Ausland operieren und massiv Subventionen über Deutschland bekommen.....
Und nun... Wer kanns potentiellen Handwerkern versenken, einen anderen, leichteren Berufsweg einzuschlagen. Ich sicher nicht. Das einzige was Handwerkern bleibt ist die.... "Freundschaftshilfe" am Wochenende, natürlich ohne Bezahlung, wäre ja sonst Kriminell ;)
Schmackhaftes gehalt, moderne Betriebe, keine alten Stänkernden Leute, Junge Leute in Projekte und Aufgaben integrieren, offen für neues sein und nicht das wird so gemacht weil wurd schon seit 200 Jahren so gemacht