Meinung des Tages: Sollte das geplante EU-Verbrenner-Aus für Neuwagen gelockert werden?
(Bild mit KI erstellt)
Ein Umfrageergebnis sorgt für Aufsehen: Eine Mehrheit der Deutschen scheint eine Lockerung des Verbrenner-Verbots zu befürworten – doch was bedeutet das für Klima, Industrie und Konsumenten?
Was gerade passiertDie EU-Kommission plant, den bislang für 2035 beschlossenen Ausstieg aus dem Verkauf neuer Autos mit Verbrennungsmotoren zu überarbeiten. Nach aktuellen Informationen soll statt eines vollständigen Verbots künftig eine erheblich weichere Regelung gelten, die Neuzulassungen mit Verbrenner-Technologien auch nach 2035 ermöglicht – möglicherweise mit flankierenden Maßnahmen zur CO₂-Kompensation.
Mehrheit für LockerungLaut dem jüngsten ZDF-Politbarometer sprechen sich etwa 63 % der Deutschen dafür aus, dass auch nach 2035 noch Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor zugelassen werden sollten. Das spiegelt offenbar eine starke Unterstützung in der Bevölkerung wider, die über die bisherigen politischen Zielvorgaben für den Verkehr hinausgeht.
Klima vs. Freiheit?Die Befürworter der Lockerung argumentieren oft mit Technologieoffenheit, Arbeitsplatzsicherung in der Automobilindustrie und Konsumentenfreiheit. Kritiker hingegen warnen, dass ein aufgeweichter Ausstieg das Klimaschutzziel der EU gefährden und Investitionen in Elektro- und CO₂-arme Technologien ausbremsen könnte.
Unsere Fragen an Euch:- Glaubt Ihr, dass E-Autos bis 2035 wirklich massenmarkttauglich werden?
- Sollte Deutschland eigene nationale Regeln jenseits der EU-Pläne entwickeln?
Wir freuen uns auf Eure Antworten und wünschen Euch einen guten Start ins Wochenende!
Viele Grüße
Euer gutefrage Team
292 Stimmen
Was soll 'Lockerung' bedeuten? Entweder kommt dieses Verbot der Neuzulassungen, oder es kommt nicht.
Wie im Text beschrieben wird überlegt, ob weiterhin Neuzulassungen - dann aber mit flankierenden Maßnahmen - möglich sein sollen.
Und was sollen das genau für Maßnahmen sein?
Mehr als die Regierung wissen wir auch nicht. ;) Es wurde über die Verwendung von umweltfreundlichem Stahl gesprochen, einer Batterie-Strategie, etc..
24 Antworten
Eine Lockerung ist sinnvoll, die Ziele wären ohnehin nicht erreichbar gewesen. Elektroautos werden mit Sicherheit bis 2035 einen großen Teil des Marktes erobern (ich könnte mir einen 50/50-Split sehr gut vorstellen) und brauchen dafür keine Verbote. Am besten wäre, die EU würde die Regeln allgemein lockern und nur noch einen CO2-Preis über den Emissionshandel festlegen. Dann könnte der Markt (also wir alle) die beste Lösung finden.
Und wir müssen endlich mal einsehen, dass wir das Klima nicht allein retten können. Deutschland verursacht unter 2% der weltweiten Emissionen, selbst wenn wir morgen gar kein CO2 mehr ausstoßen würden, würde das am Weltklima nichts ändern. Wir können nur etwas bewirken, wenn wir Lösungen finden, die auch für den Rest der Welt bezahlbar sind. Daran hapert es momentan und daher sind die Erfolge beim Klimaschutz auch trotz den hohen Kosten so überschaubar.
Glaubst Du im Ernst, die POlitit verzichtet auf "Mineralölsteuer" für E-Karren???
In vielen Ländern bereits nicht mehr.
Und D. hat Flatterstrom den es höchstens dann gibt, wenn die E-Autos fahren. Nachts werden die mit atomar oder fossil hergestellten Strom geladen, , das ist umweltfreundlich???
Eine Lockerung ist nicht nur sinnvoll sondern Klimarettend!
E-Autos machen nur Sinn, wenn sie mit regenerativem Strom aufgeladen werden der anders nicht mehr unterzubringen ist. Und den Punkt werden wir in 20 Jahren noch nicht erreicht haben, so lange ist -mindestens- in D. Verbrenner deutlich umweltfreundlicher.
Die Menge an E-Autos nimmt zu, der CO2 Ausstoß auch reichlich.
Und nur durch Rechentricks fährt ein E-Auto mit regenerativem Strom.
Die Kunden entscheiden und sollen die freie Wahl haben.
Es gibt auch kein SUV-Verbot, damit die Leute mehr Limousinen kaufen.
Wenn das Batterieeloktroauto so viel besser ist wird es sich von alleine durchsetzen und ich denke ein schneller Wechsel ist kontraproduktiv, höherer Strombedarf, Autounfälle mit Lithium, Entsorgungsprobleme, Arbeitsplatze der Zuliefererindustrie etc. Ansonsten wäre es eine Katastrophe wenn die Mehrheit Batterieautos fahren würde, die Ladeinfrastruktur und Reperatur- und Servicenetz sind darauf nicht ausgelegt.
Die Antriebe haben alle ihre Vor-und Nachteile, deshalb sollte es die freie Wahl zwischen Brennstoffzelle, Benzin, Diesel, Erdgas, Ethanol, Biogas, Hybrid, Mild-Hybrid, Plug-In Hybrid und Range Extender geben.
Die Kunden entscheiden und sollen die freie Wahl haben.
Wenn das auch nur im Ansatz stimmen würde, dann wäre Werbung/Marketing, Sponsoring, Beratung auf allen Ebenen und Berichterstattung in Medien ja komplett obsolet und die größte Geldvernichtungsmaschine der Welt. Das Gegenteil ist allerdings der Fall, wie man ja hierzulande sieht. Die Kampagne gegen E-Mobilität und Fakten funktioniert bei vielen sehr gut.
ich denke ein schneller Wechsel ist kontraproduktiv, höherer Strombedarf, Autounfälle mit Lithium, Entsorgungsprobleme, Arbeitsplatze der Zuliefererindustrie etc. Ansonsten wäre es eine Katastrophe wenn die Mehrheit Batterieautos fahren würde, die Ladeinfrastruktur und Reperatur- und Servicenetz sind darauf nicht ausgelegt.
Wurde alles in den letzten 10 bis 15 Jahren hundertfach untersucht und taugt nur für das Tal der Mythen und die große Märchenstunde. Nichts davon ist ein relevanter Faktor. In Norwegen wurde bereits dieses Jahr die Verkehrswende und das aus für neue Verbrenner beschlossen und umgesetzt. Andere Länder sind bald auch soweit. Nur hier werden weiter Geschichten aus dem Paulaner Garten als die die "Wahrheit" verkauft.
Die Antriebe haben alle ihre Vor-und Nachteile, deshalb sollte es die freie Wahl zwischen Brennstoffzelle, Benzin, Diesel, Erdgas, Ethanol, Biogas, Hybrid, Mild-Hybrid, Plug-In Hybrid und Range Extender geben.
Hast du doch bis mindestens 2035 und danach mit Gebrauchten noch viel, viel länger.
Nein nicht gelockert, ganz abgeschafft muss es werden...
Mmn bräuchte es vor allem planungssicherheit für hersteller und Konsumenten.
Die hühot Strategie bringt vor allem Verunsicherung und zögerlich Konsum.
Ich persönlich könnte dem verbrenneraus viel abgewinnen, aber noch viel wichtiger ist eine klare Linie, die man auch zu 100% umsetzt.
Ich finde eine Lockerung ist auf jeden Fall sinnvoll. Man soll nicht alles über Knie brechen und das Ziel aber im Auge behalten