Meinung des Tages: Überschreitet das Werk des Künstlers Mason Storm - welches Trump in Sträflingskleidung am Kreuz zeigt - eine Grenze?
(Bild mit KI erstellt)
Ein Kunstwerk sorgt in Basel für Schlagzeilen: Eine Skulptur zeigt Donald Trump gefesselt an ein Kreuz – halb religiöses Symbol, halb politisches Statement. Die Ausstellung spaltet Publikum und Kritik.
Das Kunstwerk von Mason StormDer britische Künstler Mason Storm zeigt in der Basler Galerie Gleis 4 die Skulptur „Saint or Sinner“. Sie zeigt den US-Präsidenten in einem orangefarbenen Häftlingsanzug, festgeschnallt an ein weißes Kreuz. Laut Galerie soll das Werk Fragen nach Moral, Macht und Doppelmoral aufwerfen.
Von Lob zu KritikDie Galerie betont, Provokation sei hier bewusstes Stilmittel – kein Skandal, sondern ein „Test unserer moralischen Maßstäbe“. Einige Kunstkritiker loben den Mut, religiöse Symbolik als Spiegel gesellschaftlicher Doppelmoral zu nutzen.
Kirchliche Vertreter dagegen kritisieren das Werk scharf.
Viele Besucher zeigen sich hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Unbehagen.
In den letzten Jahren wurde die Frage nach den Grenzen von Kunst und Satire mehrfach neu aufgerollt - eines der bekanntesten Beispiele dürfte sicherlich das Schmähgedicht des deutschen Comedians und Satirikers Jan Böhmermann gewesen sein.
Doch auch das aktuelle Kunstwerk zu Trump führt zu Diskussionen - wie weit darf Kunst gehen?
- Was denkt Ihr über das Kunstwerk?
- Geht es zu weit, dass sich hier religiöser Symbolik für politische Kritik bedient wird?
- Wird durch solche Provokationen gesellschaftlicher Dialog gefördert oder verhindert?
114 Stimmen
31 Antworten
Diesen speziellen Bildausschnitt hab ich spontan mit einer Exekution durch die Giftspritze assoziiert, um ehrlich zu sein. Das Kreuz hätte ich tatsächlich nicht wahrgenommen, wäre nicht darauf hingewiesen worden.
Erst als ich mir das gesamte Kunstwerk im Internet angesehen habe, wurde mir durch die Überschrift "Saint or Sinner?" klar, was der Künstler damit zum Ausdruck bringen wollte, und erst dadurch ergibt es für mich Sinn. Es bringt die "Problematik Trump" meiner Ansicht nach doch sehr gut auf den Punkt.
Mason Storm wollte damit vermutlich den inneren Zwiespalt zum Ausdruck bringen, in den viele Menschen geraten, sobald sie sich mit dem derzeitigen US-Präsidenten befassen.
Drastisch, aber durchaus legitim - ein Werk, das schockiert und gewiss auch polarisiert. Wenn es Storms Absicht war, die Menschen wachzurütteln und zum Nachdenken zu bewegen, ist ihm das mit Sicherheit gelungen.
Ja, es überschreitet Grenzen...
...
ABER DA SOLL BEI KUNST SO SEIN!!!!
Und das soll auch immer so sein DÜRFEN!
Solche Dinge müssen oft übertrieben, provokant, skandalös und ja, manchmal sogar etwas grauslich sein um überhaupt das Publikum dazu zu bringen darüber nachzudenken was da gezeigt wird und WARUM das so gezeigt wird.
Natürlich muss dir das nicht gefallen. Niemand MUSS irgendwas.
Aber eines hat es schon mir dir gemacht: es hat dich dazu gebraucht hier jetzt unter anderem diese Unterhaltung zu führen und auch überhaupt erst eine Meinung dazu zu haben.
Und genau deshalb ist es so wie es ist vollkommen in Ordnung.
Ja, es überschreitet Grenzen...
...
ABER DA SOLL BEI KUNST SO SEIN!!!!
Und das soll auch immer so sein DÜRFEN!
Solche Dinge müssen oft übertrieben, provokant, skandalös und ja, manchmal sogar etwas grauslich sein um überhaupt das Publikum dazu zu bringen darüber nachzudenken was da gezeigt wird und WARUM das so gezeigt wird.
Genauso sehe ich das auch, aber ...
Letztendlich treten wieder ein paar (Gut)Menschen auf den Plan und beschweren sich lautstark darüber, dass irgendjemandes Gefühle verletzt werden und man sollte den Künstler enthaupten. Oder auf den Scheiterhaufen stellen.
Damit bricht ein Shitstorm aus und die PC hat obsiegt.
sonderlich toll ist das Werk jetzt auch nicht. Ziemlich plump... nur die Puppe ist handwerklich gut gemacht. Ansonsten Sträflingskleidung, Kreuz und Trump zu mixen, ist jetzt nicht die genialste Idee überhaupt. Und die Überschrift "Saint or Sinner?" ist so flach...das tut schon weh? Wenn überhaupt müssen sich die Amerikaner diese Frage stellen, aber außerhalb der U.S. ist diese Frage schon vielfach klar beantwortet.
Grundsätzlich darf Kunst und Satire alles.
Es ist nur eine spezielle Zumutung, das Gesicht des Orangen mit Kunst in Verbindung zu bringen...
Es ist nur eine spezielle Zumutung, das Gesicht des Orangen mit Kunst in Verbindung zu bringen...
Böse, böse ...aber gut!
Hat für mich nix mit Kunst zu tun, ist halt ein politisches Statement und Provokation.
Kann man machen, muss man aber nicht.
Es denkt ja auch niemand über ein Verbot von solcher Kunst nach. Trotzdem muss es mir nicht gefallen, wenn Trump als Märtyrer dargestellt wird. Es ist erlaubt, aber es überschreitet trotzdem eine Grenze.