Meinung des Tages: Was denkt Ihr über Steinmeiers Rede anlässlich des 09. Novembers?
(Bild mit KI erstellt)
Bundespräsident Steinmeier warnt: „Nie in der Geschichte unseres wieder vereinten Landes waren Demokratie und Freiheit so angegriffen.
Die Rede vom 09. NovemberAm Jahrestag des 9. November – einem Datum voller deutscher Brüche und Aufbrüche – rief Steinmeier im Schloss Bellevue zur Verteidigung von Demokratie und Freiheit auf. Er benannte als Gefahr äußerer Angriffe sowie das Erstarken rechtsextremer Kräfte im Innern, die Zustimmung gewinnen. Zudem forderte er, dass mit Extremisten keine politische Zusammenarbeit stattfinden dürfe – ein Hinweis auf ein mögliches Verbotsverfahren gegen eine Partei.
Steinmeier spricht von Bedrohung für DemokratieDemokratie und Freiheit, so Steinmeier, seien seit der Wiedervereinigung noch nie so angegriffen gewesen, wie zu diesem Zeitpunkt. Die Gefahr ginge durch rechtsextreme Kräfte aus, welche die Demokratie angreifen würden und an Zustimmung in der breiten Bevölkerung gewönnen, so der Bundespräsident.
Fazit und Reaktionen auf RedeDie Rede stellt einen Appell dar: Demokratie braucht aktive Verteidigung – nicht bloß passives Abwarten. Wenn politische Mitte und Zivilgesellschaft nicht klar Position beziehen, droht laut Steinmeier eine Erosion demokratischer Werte.
Kritisiert wird an seiner Rede, dass konkrete Handlungsschritte nach wie vor ausbleiben. Eine Partei nannte Steinmeier in seiner Rede zwar nicht namentlich, jedoch erklärte er deutlich, dass eine Zusammenarbeit mit Extremisten ausgeschlossen bleiben müsse. Ein Parteiverbot sei eine "Ultima Ratio" der wehrhaften Demokratie - für diese Äußerung kam scharfe Kritik von Seiten der AfD. So spricht diese von Amtsmissbrauch des Bundespräsidenten.
Unsere Fragen an Euch:- Welche Bedeutung hat für Euch der 9. November als Erinnerungstag – und wie verbindet Ihr ihn mit aktuellen politischen Entwicklungen?
- Sollte das Verbot einer politischen Partei bereits in Betracht gezogen werden – und wenn ja: unter welchen Bedingungen?
- Welche Rolle sollten Zivilgesellschaft, Schulen und Medien übernehmen, um Demokratie zu stärken?
Wir freuen uns auf Eure Antworten.
Viele Grüße
Euer gutefrage Team
167 Stimmen
12 Antworten
Mich und gefühlt 99% der Bevölkerung interessiert das so viel, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.
Trotzdem wird man sich auf ihn berufen.
Er ist ein Sprachrohr einer gewissen machtgeilen Clique, die ihre Pöstchen gefährdet sieht und Oppositionelle nicht ertragen kann.
Steinmeier hat insofern Recht, dass SPD und Grüne als erwiesen antidemokratische Parteien verboten werden müssten. Aber ob das Steinmeier wirklich gemeint hat??
Sehr gut auf den Punkt gebracht, aber würde die SED Nachfolgepartei nicht auch dazu gehören?
Jein, für die SED war es immer selbstverständlich Politik für das eigene Volk zu machen. Zur Zeit sieht das zwar ganz anders aus, aber könnte sich auch schnell wieder wandeln.
Natürlich ist die Demokratie massiv gefährdet. Wer das anders sieht, beschäftigt sich weder mit der Vergangenheit, aus der die Mechanismen wohl bekannt sind, noch mit der Analyse der schon sehr vielfältigen und deutlichen Vorfälle der ach so demokratisch gewählten Partei AfD und weiterer Splitterparteien und Gruppierungen. Immer wieder wird von dieser Seite eingefordert, dass Politiker, Institutionen, Schulen, Behörden, Vereine u. a. sich neutral zu verhalten haben, sprich, nichts gegen die Parteienarbeit unternehmen dürften. Genau das ist falsch! Eine Demokratie muss wehrhaft sein, sonst wird sie nieder gerungen. Es ist die Gesellschaftsform, die den meisten Menschen gerecht wird, nicht perfekt, aber die beste. Extremismus muss grundsätzlich, ob islamistisch, links- oder rechtsextremistisch bekämpft werden. Zudem setzen sich weltweit immer mehr nationalistische und autokratische Regierungen durch, immer in dem Glauben der Bevölkerung, damit würde endlich was besser für sie, was es aber nie wird. Einfache Lösungen, die es nicht gibt. Schuld woanders suchen, Scheinargumente und nicht kausale Zusammenhänge werden propagiert.
Ich finde, es wird immer automatisch davon ausgegangen, dass rechts = demokratiefeindlich bedeutet.
Vielleicht sollte man mal / öfter genau erklären, worin man die Gefahr sieht (z. B. Infragestellung seriöser deutscher Medien). Für die Politiker wird das vollkommen logisch sein, weil das ihr Morgen- und Abendgebet ist, aber wenn sich die Rede an die breite Masse richtet, würde ich erwarten, dass er mit seinen Befürchtungen etwas konkreter wird.
Ist ein Parteiverbot nicht auch demokratiefeindlich? Einfach mal alle Parteien verbieten, die einem im Weg sind, sodass diese nicht mehr gewählt werden können.
Als Präsident würde ich schon sagen, gehören solche Appelle zu seinem Job. Er sollte aber nicht nur schwammig herumschwurbeln.
Was ich schreibe, ist keine blanke Theorie. Es gibt sehr viele Menschen, die nicht abgeholt werden. Für sie ist es ungerecht, dass die AfD so viele Stimmen erzielt hat, aber keiner mit ihr regieren will. Für sie ist es so, dass die anderen Parteien die Stimmen der Wähler untergraben. Somit verhalten sich die anderen Parteien "wider des Demokratiegedankens".
Will man der AfD die Stimmen nehmen, muss man viel mehr aufklären.
„Nie in der Geschichte unseres wieder vereinten Landes waren Demokratie und Freiheit so angegriffen."
Damit hat er vollkommen Recht. Natürlich ist die Freiheit hier angegriffen wenn Weihnachtsmärkte zu Festungen werden, Feste, Feiern und Umzüge die aus der hiesiegn Tradition kommen angesagt werden weil die Sicherheitsvorkehrungen die Finanzkraft übersteigen. Natürlich ist die Freiheit angegriffen wenn täglich vom Messerangriffen, Schießereien... berichtet wird. Natürlich ist die Freiheit bedroht wenn Stadtviertel nicht mehr von Polizeikräften betreten werden und du als junge Frau in Innenstädten verbal belästigt und körperlich angegangen wirst.
Natürlich ist die Demokratie angegriffen wen der Wille des Volkes missachtet wird. Natürlich ist die Demokratie angegriffen wenn Hass, Hetze und Ausgrenzung gegen Oppositionsparteien stattfinden, Natürlich ist die Demokratie angegriffen wenn Oppositionsparteien bespitzelt, ausspioniert werden und verboten werden sollen. Natürlich ist die Demokratie angegriffen wenn Akten geschreddert werden sollen. Natürlich ist die Demokratie angegeriffen wenn regierende Parteien sich bis zum Stillstand blockieren.
Dieser Bundespräsident missachtet massiv die Neutralität des Amtes und ist weiterhin ein strammer SPD Parteisoldat.
Übertreib nicht, es gibt mehr als 1 Prozent Interessierte, die dem Bundespräsident Steinmeier zustimmen.