Sind 487 Milliardäre mehr Wert als 750 Millionen Europäer?

Alternative Meinung 50%
Die Milliardäre sollen für ihre Freiheit zahlen 38%
Die kleinen Leute sollen wie immer alles zahlen 12%

26 Stimmen

2 Antworten

Vom Beitragsersteller als hilfreich ausgezeichnet

Es würde eine vernünftige Steuergerechtigkeit reichen. Wenn man Einkommensmillionen durch Schlupflöcher und Auslandsfirmen auf Null runterrechnen kann, dann entsteht genau das. (Das gilt übrigens auch für mulitnationale Konzerne, die in Deutschland verdienen aber in Steuerparadiesen angemeldet sind). Ein Mindestprozentsatz der Einkommenssteuer für Mensch und Firma in Höhe der Umsatzsteuer, den man nicht unterschreiten kann, sollte zumindest ein sinnvoller Ansatz sein.

Richtig ist, es muss etwas geschehen, allerdings scheint der Einfluss der Herrschaften weit zu reichen......


peace87 
Beitragsersteller
 23.11.2025, 20:08

Naja haben ja sogar einen verlogenen Bundeskanzler. Und einen der das Grundgesetz nicht kennt. Inakzeptabel ist meines Erachtens nach beides.

Merz wird von uns teuer bezahlt. Dürfen wird als Volk dafür keinen Kanzler erwarten, der nicht lügt und der zumindest schon mal davon gehört hat was in GG so steht?

Und ja da muss was getan werden Angesicht der Faktenlage, bei gleichzeitiger Bedrohungslage...

Eckengucker  23.11.2025, 20:14
@peace87

Du kannst den Teufel nicht mit Belzebub austreiben. Eine andere Alternative haben wir nicht, gibt es nicht - und letzten Endes ist es -leider- zwischenzeitlisch schon besser als die 3 Jahre zuvor, die uns einfach zu viel gekostet haben. Eine populistische oder auch nur russlandfreundliche Regierung können wir uns nicht leisten. Nicht, solange dieses Thema nicht endgültig erledigt ist. Danach kann man gern wieder darüber diskutieren.

Aber nicht einmal Grün oder SPD wagt sich an dieses Thema konkret heran. Die Vorschläge sind, wenn man sie genauer betrachtet Augenwischerei, da sie nicht mal die Symptome vernünftig bekämpfen geschweige denn die Krankheit.

Und ja, es ist schon anstoßerregend, wie die Umverteilung von unten nach oben an Beschleunigung zunimmt. Aber das kann man jetzt nicht Merz und den paar Monaten in die Tasche legen. Das begann schon zu Adenauers Zeiten.

peace87 
Beitragsersteller
 23.11.2025, 20:18
@Eckengucker

Ja gut das stimmt natürlich... Aber an der Vergangenheit kann man nichts mehr ändern. In der Gegenwart ist Merz der Kanzler.. Darauf hat man Einfluss....

Die Sache ist echt zum Kotzen, oder? 

Man sieht jeden Tag, wie die Schere zwischen oben und unten weiter aufgeht. Und gleichzeitig sollen Rentner länger arbeiten, Kita-Plätze gestrichen werden, Studierende noch mehr BAföG-Kürzungen schlucken und der Klimaschutz wieder auf später verschoben werden – alles, weil angeblich kein Geld da ist.

Und dann liest man diese Zahlen: 487 Leute in der EU sitzen auf 2,3 Billionen, machen in einem halben Jahr 400 Milliarden Plus – und die Diskussion geht trotzdem immer nur darum, wie man den normalen Leuten noch mehr abknöpfen kann.

Ehrlich: Wenn ich mir vorstelle, dass diese 487 Personen nur zweieinhalb Jahre lang auf ihren Wahnsinns-Zuwachs verzichten müssten, um die ganzen geplanten Rüstungsausgaben bis 2035 zu stemmen – dann frage ich mich wirklich, warum das überhaupt eine Diskussion ist. Das ist doch kein Enteignen. Das ist nicht mal „die Reichen zur Kasse bitten“. Das ist einfach nur: hört mal kurz auf, noch reicher zu werden, damit der Rest von uns nicht komplett untergeht.

Und ja, viele von denen haben sich das erarbeitet, haben Risiko genommen, Jobs geschaffen etc. Das bestreite ich gar nicht. Aber irgendwann hört „ich hab’s mir verdient“ auf, wenn das System gleichzeitig dafür sorgt, dass fast niemand anderes mehr hochkommt und die öffentliche Infrastruktur, die sie ja auch nutzen, langsam zerfällt.

Was Merz angeht… 

Der sagt halt das, was die Leute sagen, die ihn und seine Partei finanzieren und wählen. Das ist keine Überraschung. Ob er ein „guter Kanzler“ ist, hängt davon ab, für wen man „gut“ definiert. Für Dax-Konzerne, große Familienvermögen und Leute, die Angst vor Umverteilung haben? Wahrscheinlich schon. Für den durchschnittlichen Arbeitnehmer, Alleinerziehenden, Azubi oder Rentner? Eher weniger.

Am Ende bleibt für mich die Frage: 

Wenn wirklich alles so knapp ist, dass man bei Bildung, Rente und Sozialem kürzen muss – warum fängt man dann nicht bei denen an, die gerade in Rekordzeit noch mal Hunderte Milliarden dazugewonnen haben? Warum ist das immer die letzte Option, die man überhaupt nur flüstert?

Ich finde das nicht sozialistisch oder neidisch. 

Ich finde das einfach nur… logisch. Und gerecht.

Woher ich das weiß:Recherche