Sind 487 Milliardäre mehr Wert als 750 Millionen Europäer?
Angesichts der Zahlen:
Es gibt Stand 2025: 487 EU Milliardäre.
Gesamtvermögen: 2,3 Billionen Euro
Vermögenszuwachs in 6 Monaten (Jan-Jun 2025): +405 Milliarden Euro (= 2 Mrd. Euro pro Tag!)
Europa plant bis 2035:
Direkte Verteidigungsausgaben: 2.200 Milliarden Euro (über 10 Jahre).
Das sind ca. 220 Milliarden Euro pro Jahr.
Der Vermögenszuwachs der EU Milliardäre im ersten Halbjahr 2025, würde die geplanten europäischen Verteidigungsausgaben der nächsten 2 Jahre decken. Die Vermögen dieser 487 Personen könnten die Freiheit, Verteidigungsfähigkeit und die Handlungsfähigkeit der europäischen, freien Staaten garantieren.
Wer kann angesichts der realen und akuten Bedrohungslage auf die Idee kommen, diese Vermögen zu schützen und über Kürzungen bei Rente, Bildung und Klima diskutieren, während das Überleben von 750 Millionen Europäern durch die radikalen und expansiven Pläne der Diktaturen, massiv gefährdet ist!
Aufbauend darauf: Hier zu lesen, was Europa Sicherheitspolitisch zu stemmen hat um sich gegen die expansive Politik der Chinesen und der Russen zu schützen.
Europa ist nicht auf die 5 Dimensionen der hybriden Kriegsführung vorbereitet (Liebe, Internet, Politik) - gutefrage https://www.gutefrage.net/diskussion/europa-ist-nicht-auf-die-5-dimensionen-der-hybriden-kriegsfuehrung-vorbereitet
Die Ungleichheit in Zahlen
Die reichsten 3.600 Menschen in der EU besitzen so viel Vermögen wie die ärmsten 181 Millionen Menschen. Das entspricht der Gesamtbevölkerung Deutschlands, Italiens und Spaniens.
Steuerlastverteilung in der EU:
Über 80% der Steuereinnahmen werden von der breiten Bevölkerung getragen.
Nur 9% kommen von Unternehmen.
Lächerliche 0,4% stammen aus Vermögenssteuern.
D.h. im Klartext: Diejenigen die am meisten von der europäischen Freiheit profitieren, leisten den geringsten Beitrag zu unserer Sicherheit und unserer Solidarität.
Merz lügt nachweislich, wenn er behauptet die Vermögenssteuer sei verfassungswidrig und könne nicht erhoben werden
Die Vermögenssteuer ist im Artikel 106 des Grundgesetzes explizit als mögliche Steuereinnahmequelle genannt. Das Vermögensteuergesetz wurde nie abgeschafft. Das Bundesverfassungsgericht erklärte 1995 nur die damalige Bemessungsgrundlage für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Nicht aber die Steuer selbst. Die Regierung von Kohl (CDU/FDP) weigerte sich 1997 einfach, die Bemessungsgrundlage neu zu definieren, und setzte die Erhebung aus.
Für alle Verteidigungsausgaben bis 2035:
Die 487 EU Milliardäre müssten nur 2,72 Jahre (32,6 Monate) auf einen Vermögenszuwachs verzichten, um die gesamten europäischen Verteidigungsausgaben für ein Jahrzehnt zu finanzieren. Ich spreche hier bislang nur von einer Umlage auf die zukünftigen Gewinne dieser Personen, ohne an die bisher erwirtschafteten Vermögen ran zu gehen.
Während Millionen von Europäern durch Rentenkürzungen, Einsparungen bei Bildung, Soziales und Klimaschutz belastet werden sollen, würde ein minimaler Verzicht auf den explosionsartigen Vermögenszuwachs einer winzigen Elite die Sicherheit und die Freiheit von 750 Millionen Europäern garantieren.
Die 487 EU Milliardäre haben ihre Vermögen der europäischen Freiheit, dem europäischen Markt und dem europäischen Volk zu verdanken. Nur gierig zu nehmen, ohne einen angemessenen Beitrag zum Erhalt unserer Souveränität und Sicherheit zu leisten, kann man tatsächlich als institutionalisiertes Schmarotzertum bezeichnen.
So wie ich es sehe, sollten unsere Milliardäre mal einen angemessen Beitrag für die europäischen Solidargemeinschaft und unsere Sicherheit leisten. Schließlich bereichern sie sich auch durch die europäische Freiheit, den europäischen Markt und durch das europäische Volk am meisten von uns allen.
Wie seht ihr das?
Ist es noch rational erklärbar, dass diese Minderheit an Einzelpersonen massiv ihre Vermögen vergrößern, während man darüber diskutiert, wie wir die hohen Verteitigungsausgaben bezahlen sollen!?
Sollten die 487 EU Milliardäre für 32,6 Monate darauf verzichten ihre Privatvermögen zu vermehren, damit Europa stark und Verteidigungsfähig wird und sich Sicherheitspolitisch stark aufstellen kann, gegen die real vorhandene Bedrohungslage durch die Russisch-Chinesischen Expansionspläne?
Oder wollt ihr lieber, dass man euch das kleine, hart verdiente Geld dafür wegnimmt? Während gleichzeitig die Milliardäre ihren Beitrag verweigern, nur gierig nehmen, ohne selbst einen angemessenen Beitrag zu leisten?
Zusatzfrage:
Ist Friedrich Merz ein guter Bundeskanzler, wenn er ausschließlich Politik im Interesse einiger hundert Personen macht, anstatt seinem Auftrag nachzukommen, Politik für das Volk zu machen!?
26 Stimmen
2 Antworten
Es würde eine vernünftige Steuergerechtigkeit reichen. Wenn man Einkommensmillionen durch Schlupflöcher und Auslandsfirmen auf Null runterrechnen kann, dann entsteht genau das. (Das gilt übrigens auch für mulitnationale Konzerne, die in Deutschland verdienen aber in Steuerparadiesen angemeldet sind). Ein Mindestprozentsatz der Einkommenssteuer für Mensch und Firma in Höhe der Umsatzsteuer, den man nicht unterschreiten kann, sollte zumindest ein sinnvoller Ansatz sein.
Richtig ist, es muss etwas geschehen, allerdings scheint der Einfluss der Herrschaften weit zu reichen......
Du kannst den Teufel nicht mit Belzebub austreiben. Eine andere Alternative haben wir nicht, gibt es nicht - und letzten Endes ist es -leider- zwischenzeitlisch schon besser als die 3 Jahre zuvor, die uns einfach zu viel gekostet haben. Eine populistische oder auch nur russlandfreundliche Regierung können wir uns nicht leisten. Nicht, solange dieses Thema nicht endgültig erledigt ist. Danach kann man gern wieder darüber diskutieren.
Aber nicht einmal Grün oder SPD wagt sich an dieses Thema konkret heran. Die Vorschläge sind, wenn man sie genauer betrachtet Augenwischerei, da sie nicht mal die Symptome vernünftig bekämpfen geschweige denn die Krankheit.
Und ja, es ist schon anstoßerregend, wie die Umverteilung von unten nach oben an Beschleunigung zunimmt. Aber das kann man jetzt nicht Merz und den paar Monaten in die Tasche legen. Das begann schon zu Adenauers Zeiten.
Ja gut das stimmt natürlich... Aber an der Vergangenheit kann man nichts mehr ändern. In der Gegenwart ist Merz der Kanzler.. Darauf hat man Einfluss....
Die Sache ist echt zum Kotzen, oder?
Man sieht jeden Tag, wie die Schere zwischen oben und unten weiter aufgeht. Und gleichzeitig sollen Rentner länger arbeiten, Kita-Plätze gestrichen werden, Studierende noch mehr BAföG-Kürzungen schlucken und der Klimaschutz wieder auf später verschoben werden – alles, weil angeblich kein Geld da ist.
Und dann liest man diese Zahlen: 487 Leute in der EU sitzen auf 2,3 Billionen, machen in einem halben Jahr 400 Milliarden Plus – und die Diskussion geht trotzdem immer nur darum, wie man den normalen Leuten noch mehr abknöpfen kann.
Ehrlich: Wenn ich mir vorstelle, dass diese 487 Personen nur zweieinhalb Jahre lang auf ihren Wahnsinns-Zuwachs verzichten müssten, um die ganzen geplanten Rüstungsausgaben bis 2035 zu stemmen – dann frage ich mich wirklich, warum das überhaupt eine Diskussion ist. Das ist doch kein Enteignen. Das ist nicht mal „die Reichen zur Kasse bitten“. Das ist einfach nur: hört mal kurz auf, noch reicher zu werden, damit der Rest von uns nicht komplett untergeht.
Und ja, viele von denen haben sich das erarbeitet, haben Risiko genommen, Jobs geschaffen etc. Das bestreite ich gar nicht. Aber irgendwann hört „ich hab’s mir verdient“ auf, wenn das System gleichzeitig dafür sorgt, dass fast niemand anderes mehr hochkommt und die öffentliche Infrastruktur, die sie ja auch nutzen, langsam zerfällt.
Was Merz angeht…
Der sagt halt das, was die Leute sagen, die ihn und seine Partei finanzieren und wählen. Das ist keine Überraschung. Ob er ein „guter Kanzler“ ist, hängt davon ab, für wen man „gut“ definiert. Für Dax-Konzerne, große Familienvermögen und Leute, die Angst vor Umverteilung haben? Wahrscheinlich schon. Für den durchschnittlichen Arbeitnehmer, Alleinerziehenden, Azubi oder Rentner? Eher weniger.
Am Ende bleibt für mich die Frage:
Wenn wirklich alles so knapp ist, dass man bei Bildung, Rente und Sozialem kürzen muss – warum fängt man dann nicht bei denen an, die gerade in Rekordzeit noch mal Hunderte Milliarden dazugewonnen haben? Warum ist das immer die letzte Option, die man überhaupt nur flüstert?
Ich finde das nicht sozialistisch oder neidisch.
Ich finde das einfach nur… logisch. Und gerecht.
Naja haben ja sogar einen verlogenen Bundeskanzler. Und einen der das Grundgesetz nicht kennt. Inakzeptabel ist meines Erachtens nach beides.
Merz wird von uns teuer bezahlt. Dürfen wird als Volk dafür keinen Kanzler erwarten, der nicht lügt und der zumindest schon mal davon gehört hat was in GG so steht?
Und ja da muss was getan werden Angesicht der Faktenlage, bei gleichzeitiger Bedrohungslage...