Meinung des Tages: In England ist die Pille danach nun kostenfrei - was denkt Ihr darüber?
(Bild mit KI erstellt)
In England können Frauen und andere Betroffene die „Pille danach“ ab sofort kostenlos in Apotheken erhalten – ohne Rezept, ohne Termin. Der Schritt wird dort als wichtiger Meilenstein für reproduktive Gesundheit gefeiert. Doch sollte Deutschland nachziehen?
Die Entscheidung des britischen GesundheitsministeriumsDas britische Gesundheitsministerium hat entschieden, die „Pille danach“ landesweit kostenfrei zugänglich zu machen (Oktober 2025). Der Bezug erfolgt direkt in Apotheken, nach kurzer Beratung durch Fachpersonal. Ziel ist, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern und Hürden bei der Notfallverhütung abzubauen.
In Deutschland ist die „Pille danach“ zwar rezeptfrei, kostet aber zwischen 18 und 35 Euro. Nur gesetzlich versicherte Frauen unter 22 Jahren erhalten sie kostenlos auf Rezept.
Zuspruch und KritikBefürworter betonen, dass ein kostenfreier Zugang soziale Ungleichheiten abbauen könnte: Laut Pro Familia scheitern manche Frauen an den Kosten oder an fehlender Erreichbarkeit von Apotheken am Wochenende. Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe plädiert für niedrigere Hürden.
Kritiker warnen dagegen vor einem „falschen Signal“ – man dürfe Aufklärung über Verhütung nicht durch reine Kostenerstattung ersetzen. Einige Ärzteverbände fordern zudem, die Beratungspflicht zu stärken, um Nebenwirkungen oder Fehldosierungen zu vermeiden.
Eine Möglichkeit in Deutschland?Ein kostenloser Zugang in Deutschland wäre politisch möglich – etwa durch eine gesetzliche Regelung im Rahmen der Gesundheitsprävention. Das Thema dürfte spätestens mit Blick auf Gleichberechtigung und Armutsrisiken erneut auf die Agenda kommen.
Unsere Fragen an Euch:- Sollte der Staat allgemein mehr Verhütungsmittel bezahlen?
- Reicht die Beratung in Apotheken aus, oder braucht es ärztliche Begleitung?
- Hat England mit diesem Schritt ein Vorbild gesetzt (und sollte Deutschland folgen)?
Wir freuen uns auf Eure Antworten!
Bitte beachtet auch bei einem derart sensiblen Thema unsere Netiquette.
Vielen Dank und viele Grüße
Euer gutefrage Team!
148 Stimmen
26 Antworten
Die Pille danach soll eine Art Notfallrettung sein, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Sie darf nicht DAS probate Mittel zur Schwangerschaftsverhütung werden, sondern die Ausnahme bleiben. Verantwortung beim Sex sollte nicht dadurch kleingeschrieben werden.
Wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat, nützt diese Pille nichts mehr! Da ist nix mit Notfallrettung.
Klar man sollte vorher verhüten, aber wenn es dann doch passiert, ist es besser als ein Kind in diese völlig durchgedrehte Welt zu setzen.
Ja, aber warum sollen das andere bezahlen? Die Pharmaindustrie arbeitet nicht für lau.
Dafür gibt es Abtreibungen, übrigens auch medikamentös. Die Pille Danach ist für den Fall einer Schwangerschaft gar nicht geeignet.
Solche Entscheidungen sind nicht unberechtigt, aber sie setzen de facto die falschen Signale. Nicht "Wir unterstützen dich, wenn mal was passiert" sondern "Leg einfach los, wenn du Lust hast, wir bringen es dann schon wieder in Ordnung!".
Fehlt nur noch der kostenlose Lieferservice für alle, die mehr als 3 Minuten Fußweg zur nächsten Notfallapotheke haben.
Und es werden zahlreiche andere Punkte ausgeblendet, der Umgang mit dem eigenen Körper, die Geschlechterrollen, die Gefahr sexuell übertragbarer Krankheiten usw.
Vermutlich werden in GB bald die ersten tiktoks zur kostenfreien Dauerverhütung mit der Pille danach unterwegs sein - mit einer gelnageligen, perfekt geschminkten jungen Dame, die sich zum leuchtenden Beispiel erkärt, dass das doch wunderbar funktioniert und keine, wirklich GAR KEINE Nebenwirkungen hat...
Während die Pille für den Mann weiter in dunklen Schubladen der Pharmaindustrie vergammelt - würden beide Partner verhüten, wäre die Misserfolgsquote verschwindend gering und ein einzelner Einnahmefehler oder Magen-Darm-Tag würde nicht gleich den ganzen Monat gefährden.
Aber hey, einem MANN kann man Nebenwirkungen, wie sie Frauen seit Jahrzehnten hinnehmen, natürllich nicht zumuten...
https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsthemen/pille-fuer-den-mann/
Leider wird die Pille Danach von einigen noch immer als reguläres Verhütungsmittel gesehen, wenn es jetzt auch noch kostenlos wäre es ja die einfachste und günstigste Möglichkeit bei spontanem Sex zu verhüten.
Also ich (m, 18) find das 'ne absolut überfällige und super Sache. Wenn's 'ne Panne gab, ist man doch eh schon im totalen Stressmodus, und wenn man sich dann noch Sorgen machen muss, ob man die 30 oder 35 Euro dafür grad flüssig hat – das ist doch Mist. Die Kritik von wegen "falsches Signal" oder dass die Leute dann "unvorsichtig" werden, find ich totalen Quatsch. Mal ehrlich, das ist doch kein Bonbon, das man sich zum Spaß holt, nur weil's gratis ist. Das Zeug ist 'ne Notbremse. Wie heißt es so schön: "Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!" – und die Pille danach ist ja genau das: der Versuch, 'nen "Schrecken ohne Ende" zu verhindern. Das ist 'ne ähnliche Kiste wie bei meiner Freundin und mir vor 'nem halben Jahr. Da ist uns das Kondom gerissen – natürlich Samstagabend um 10. Wir waren beide total panisch, sind zur Notapotheke gefahren, die 20 Minuten entfernt war, und das Ding hat, glaub ich, fast 30 Euro gekostet. Was macht denn jemand, der das Geld nicht hat? Wartet der bis Montag und hofft? Deswegen bin ich auch klar dafür, dass der Staat generell mehr Verhütungsmittel bezahlen sollte, das ist Prävention und am Ende für alle billiger. Die Beratung in der Apotheke reicht dafür auch völlig aus, das sind Profis und es ist ein Notfall, da kann man nicht auf 'nen Arzttermin warten. Also ja, Deutschland sollte da sofort nachziehen, England macht's richtig.
Ich versteh deinen Punkt mit der Verantwortung total, aber ich muss dir da höflich widersprechen.
Dein Argument mit dem "Mitdenken" greift doch viel zu kurz. Wie ich in meiner Story ja geschrieben hab: Wir haben ja mitgedacht und verhütet, aber das Kondom ist gerissen. Das ist einfach Pech und hat nichts mit fehlender Verantwortung zu tun. Verantwortung heißt doch dann auch, sich danach zu kümmern, und da dürfen 30 Euro einfach kein Hindernis sein.
Und dass sich die Kosten "halbieren", ist doch reine Theorie. Was ist, wenn der Typ sich verpisst, nicht zahlen will oder einfach nicht erreichbar ist? Dann bleibt die Frau auf den Kosten und der Panik sitzen.
Das "Abwälzen auf die Öffentlichkeit" seh ich auch anders. Eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, ist doch am Ende für die Gesellschaft (und die Staatskasse) viel, viel günstiger als die paar Euro für die Pille. Das ist für mich keine "Privatsache", sondern einfach nur kluge Gesundheitsvorsorge.
Man muss diesen Betrag halt einfach übrig haben, wenn man vorhat, GV zu haben. Das sind doch kalkulierbare Dinge.
Ja, dann bleibt das Geld natürlich (leider!!!!) an der Frau hängen, aber halt wie gesagt: die paar Euros sollte man tatsächlich über haben.
Ja, DAS stimmt. Allerdings sollte es nicht normal sein, dass sämtliche Kosten für Maßnahme X durch die Gesellschaft getragen werden, weil sie günstiger als Maßnahme Y sind. Es gibt halt auch noch die Verantwortung für sich selbst.
Du findest es also okay, die Gesamtkosten auf die Frau abzuwälzen, die sehr wahrscheinlich sowieso weniger zur Verfügung hat als der Mann (da ist die Statistik eindeutig), aber es auf die Gesellschaft abzuwälzen, ist falsch?
Es gibt halt auch noch die Verantwortung für sich selbst.
Damit meinst du eigentlich: Das sollen mal schön die Frauen regeln, die werden ja auch schwanger. Lol. Als ob sie sich das so ausgesucht haben, als Mensch mit Uterus geboren zu werden.
Wer wenig Geld hat, soll also am besten gar keinen Sex haben, da ein Kondom ja leider immer mal reißen kann... ah ja.
Die GESAMTKOSTEN? 😅🤦 Die paar Euro? Ja selbst wenn, wo ist das Problem? Eigene Verantwortung 🤷
Woher kommt dieser Stuss, dass eine Frau weniger Geld als ein Mann hat?
Nein, ich meine: seine Sexualität soll und muss jeder selbst regeln.
Meine Fresse ey, hat man jetzt neuerdings einen Anspruch auf GV oder was? Jeder muss für seinen Lebenswandel selbst aufkommen. Komplett lächerlich!
Woher kommt dieser Stuss, dass eine Frau weniger Geld als ein Mann hat?
Ist das dein Ernst? Frauen verdienen weniger für die gleiche Arbeit als Männer, Frauen haben generell weniger Vermögen als Männer.
Ist jetzt nicht gerade die Neuigkeit des Tages.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_027_621.html
https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-21959.htm
https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm
https://www.finanzwende-recherche.de/presse/gender-gap-frauen-haeufiger-vermoegensarm-als-maenner/
seine Sexualität soll und muss jeder selbst regeln.
"Jeder". Aber nicht die Männer. Lol.
Zeige mir EINE, nur eine EINZIGE Stellenausschreibung, in der steht, dass eine Frau weniger Gehalt als ein Mann bekommt. Existiert nicht. Denn dann würden nur Frauen eingestellt. Komplett lächerlich. Einfach richtig peinlich. Was du meinst ist der sogenannte "Gender-Pay-Gap" der protokolliert, dass Frauen rein statistisch öfter 1.geringer bezahlte Stellen und 2.öfter in Teilzeit arbeiten als gleichalte Männer und demnach STATISTISCH weniger Einkommen haben. Was allerdings völliger Schwachsinn ist, dass Frauen bei gleicher Stelle weniger Gehalt als Männer beziehen. Komplett lächerlich, was du von dir gibst. Für seine Stellenwahl ist jeder Mensch selbst verantwortlich. Der Großteil deiner Links handelt nicht einmal vom Gehalt sondern vom.Vermögen, welches auch andere Quellen als das Gehalt hat.
Du bist exakt das Beispiel, warum Frauen in Diskussionen nicht ernst genommen werden.
Gähn. Es ist gut belegt, dass das Gehalt sinkt, sobald der Frauenanteil in einer Branche steigt.
Außerdem ist gut belegt, dass das Gehalt bei Akademikern im GLEICHEN Job niedriger ist, wenn der Arbeitnehmer weiblich ist. Warum? Weil Frauen generell weniger Gehalt geboten wird.
Vermögen übrigens fällt nicht vom Himmel. Ja, es speist sich noch aus anderen Quellen als nur dem Einkommen, aber wären Erbe etc genderneutral verteilt, gäbe es ja gar keinen Grund, warum Männer deutlich mehr haben.
Es fängt aber schon in der Kindheit an, dass Mädchen weniger Geld geschenkt bekommen als Jungs.
Du bist exakt das Beispiel, warum Diskussionen mit Männern komplett sinnlos sind, weil sie ihre Privilegien nicht erkennen wollen, bei Gelegenheit schreien "aber nicht alle Männer 1!!11" und dann aber doch mehr oder weniger subtil zeigen, dass sie einfach frauenfeindlich denken.
Klar, weil bei der Stellenausschreibung ja auch bekannt ist, ob eine Stelle von Frau oder Mann bekleidet wird 😂
Wenn man den Tatsachen, dass Frauen öfter weniger bezahlte Stellen und Teilzeit arbeiten, nicht ins Auge sehen will und dann das Böse Patriarchat beschimpft, macht man sich halt lächerlich 😂
Klar, Mädchen werden von ihren Angehörigen schon frauenfeindlich diskriminiert.
Du bist einfach nur eine frustrierte Feministin, mehr nicht.
Ich denke nicht frauenfeinlich, ganz im Gegenteil. Ich arbeite zB lieber mit Frauen als mit Männern zusammen. Ich habe was gegen Menschen, die Schwachsinn erzählen.
Bei der Stellenausschreibung nicht, aber wenn ein Arbeitsvertrag angeboten wird, kennt man in der Regel das Geschlecht des Gegenüber.
Wenn man den Tatsachen, dass Frauen öfter weniger bezahlte Stellen
Siehst du, du weißt es ja! Frauen werden weniger bezahlt.
Das ist ein strukturelles Problem, kein individuelles.
Und warum arbeiten MÜTTER öfter Teilzeit? Weil sich ja irgendwer um die Kinder kümmern muss und das Gehalt des Mannes ist höher (lol) und darauf kann man verständlicherweise nicht verzichten und spätestens an dieser Stelle beißt sich die Katze in den Schwanz.
frustrierte Feministin
Ich bevorzuge die Bezeichnung links-grün versiffter weiblicher Macho.
Der Gender-Pay-Gap ist kein Schwachsinn, sondern real und durch x Untersuchungen gut belegt.
Man könnte auch einfach auf den Akt verzichten wenn einem die Verhüterli zu teuer sind. Der Staat wäre übrigens darin interessiert das viel Nachwuchs generiert wird da mehr junge Menschen nicht nur die Wirtschaft ankurbeln sondern auch gut für die Rente sind und wir weniger Zuwanderung bräuchten um alles am laufen zu halten.
Manche nehmen sie aber als bonbon, das ist ja das Problem. Besonders jüngere unter 17 würden es teils sicher ausnutzen wenn es sie einfach so kostenfrei in der Apotheke gäbe. Und Dinge die es kostenlos gibt haben Menschen allgemein schon immer ausgenutzt, such um ein schwarzgeschäft zu betreiben.
Wer das Geld nicht übrig hat, sollte vielleicht mitdenken 🤷 "gesunder Menschenverstand" und "Verantwortung" sind die Stichworte. Außerdem gehören immer noch zwei zu dem Vorfall, was die Kosten halbiert.
Aber klar, heute ist es ja normal, solch private Dinge auf die Öffentlichkeit abzuwälzen.