Meinung des Tages: Reicht die geplante Strategie zur mentalen Gesundheit junger Menschen?
TW: Diese Meinung des Tages beschäftigt sich mit psychischer Gesundheit
(Bild mit KI erstellt)
Immer mehr Jugendliche fühlen sich überfordert, gestresst oder einsam. Nun will die Bundesregierung mit einer neuen Strategie reagieren – doch vielen geht das zu langsam.
Die Pläne des BundesbildungsministeriumsDas Bundesbildungsministerium arbeitet an einer „Strategie zur mentalen Gesundheit junger Menschen“, die Prävention und Früherkennung psychischer Erkrankungen verbessern soll. Geplant sind mehr Aufklärung, niedrigschwellige Beratung für Eltern und Fortbildungen für Lehrkräfte. Laut Fachleuten ist der Bedarf groß: Seit der Corona-Pandemie haben Belastungen wie Leistungsdruck, Zukunftsangst und Einsamkeit zugenommen. Jugendverbände fordern zudem, junge Menschen selbst stärker in die Planung einzubeziehen.
Kritische StimmenKritik kommt aus Politik und Jugendorganisationen. Grünen-Politikerin Anja Reinalter warnt, die Umsetzung gehe zu langsam: „Für die Jugend tickt die Uhr schneller.“ Juso-Chef Philipp Türmer fordert, die psychische Gesundheit müsse endlich als politische Priorität gelten.
Auch junge Menschen selbst machen Druck. Die Aktivistin Nele nennt psychische Belastung eine „stille Katastrophe“ und fordert, dass über mentale Gesundheit offen gesprochen wird – auch im Unterricht. Fachleute betonen, dass Prävention nur wirkt, wenn Schule, Familie und Gesundheitswesen eng zusammenarbeiten.
Ungewisse PerspektiveOb die Strategie wirkt, hängt von Tempo, Finanzierung und echter Beteiligung ab. Ohne mehr Personal und verlässliche Strukturen könnte sie zur nächsten gut gemeinten Ankündigung werden. Entscheidend ist, ob Politik und Gesellschaft bereit sind, psychische Gesundheit als festen Teil junger Lebensrealität anzuerkennen – nicht nur als Thema, sondern als gemeinsame Aufgabe.
Unsere Fragen an Euch:- Sollte psychische Gesundheit Thema im Unterricht sein?
- Wo sollte Hilfe zuerst ansetzen?
- Wie offen wird in Eurem Umfeld über psychische Belastungen gesprochen?
9 Antworten
Der größte Feind eines Jugendlichen ist oft nicht der Leistungsdruck sondern andere Jugendliche. Mobbing, Empathielosigkeit, Ellenbogenmentalität, wenn das alles nicht da wäre, wenn Jugendliche zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen würden, dann würden sie auch viel erfolgreicher die Herausforderungen bewältigen, die die Schule an sie stellt.
Eine Strategie für die psychische Gesundheit junger Menschen sollte also nicht bei den Betroffenen ansetzen, das bekämpft nur die Symptome eines tiefer liegenden Problems. Vielmehr sollte sie bei denjenigen ansetzen, die das Problem verursachen, den Jugendlichen helfen, Teil einer harmonischen Gemeinschaft zu werden, ihre Empathie zu entwickeln und ihre Aggression zu reduzieren. Auf die Art wird das Problem systemisch gelöst und es entstehen Synergieeffekte, die viel mehr bewirken, als psychisch kaputte Jugendliche mit Psychotherapie irgendwie über Wasser zu halten.
Ein wenig geht der Ansatz der Jugendverbandsarbeit in diese Richtung, der sollte meiner Meinung nach stark ausgebaut werden und nicht nur diejenigen betreffen, die sich dazu entschließen einem Verband beizutreten, denn das sind meist diejenigen, die eh nicht Teil des Problems sind. Der Ansatz sollte stattdessen möglichst alle Jugendlichen ins Visier nehmen, die Intervention sollte also an Schulen stattfinden und nicht ausgelagert in Verbände.
Bemerkenswert finde ich dass die genauen Ursachen gar nicht zur Debatte stehen.
Die Medienflut die seit etwa 5 Jahren gerade die naive Jugend geißelt ist darauf aufgebaut brisant zu sein, Klicks und Quoten zu generieren, Aufmerksamkeit zu bekommen.
Natürlich funktioniert das mit Tod und Zerstörung am besten.
Und natürlich schürt das Ängste...
Die Jugend braucht nicht mehr psychologische Unterstützung, sie braucht schlicht und ergreifend weniger Medienkonsum.
Wenn man das nicht umsetzen kann dann braucht es als Gegengewicht leicht zugängliche, absolut objektive Aufarbeitung allen Schrotts dass in den Medien so rumgeistert. <-- Eigentlich wäre das Aufgabe des ÖRR, aber deren Status als unabhängige und objektive Informationsquelle haben die schon längst abgegeben.
Ein großes Thema ist die Übersensibilisierung auf der einen Seite die gleichzeitig mit dem Rückgang der Resilienz einhergeht!
https://youtube.com/shorts/OFVcK4Pv31g?si=WBX_1zF9qa_lhsbs
Es mag bequem sein immer mit dem Lift zu fahren aber wenn man das immer macht wird man irgendwann unfähig sein überhaupt Treppen zu steigen aus eigener Kraft.
Wenn man sich immer mehr von der Biologie entfernt und in der Ideologie festkrallt
sind steigende psychische Probleme unvermeidbar!
Boomer hatten sich einem knallharten Wettbewerb zu stellen und das auf höchsten Niveau! Die Bildungsstandards sind ja gesunken damit man noch Leute kriegt!
Zu Boomerzeiten haben sich 150 Leute auf ein Stellenangebot beworben!
Das hieß die Arbeitgeber haben ihre Anforderungen immer höhergeschraubt!
Aber wenn man sich durchgesetzt hatte war auch ein Aufstieg möglich bis 2008, dann hat sich vieles geändert.
Das globalisierte Wirtschaftssystem ist dermaßen entartet, dass Leistung und Anerkennung in keinem gesunden Verhältnis mehr stehen!
Entweder Bürgergeld und asozial oder etwas Nutzloses studieren und sich in einer Ideologie abzukapseln, das scheinen die beiden Pole zu sein
Sich der Realität zu stellen scheint die größte Herausforderung dieser Zeit zu sein!
Wir leben in einer Zeit voller Komfort, vermeintlicher Freiheit und "Möglichkeiten" aber im Endergebnis kommt dabei Lebensuntüchtigkeit, Verwirrung, Depression, Überempfindlichkeit und Einsamkeit heraus!
Die Religionen und Ideologien die zur Orientierung genutzt werden sind allesamt untauglich und lebensfeindlich!
Sollte psychische Gesundheit Thema im Unterricht sein?
Ja, absolut.
Brächte für viele Verständnis und eine Chance zur Selbsthilfe.
Wäre eine gute Aufklärung.
Wo sollte Hilfe zuerst ansetzen?
Beim Mentalen.
Mentale Gesundheit ist wirklich entscheidend im eigenen Leben.
Denken wir abwertend und negativ, geht es uns entsprechend schlecht und umgekehrt.
Die eigenen Gedanken und Überzeugungen haben viel Macht und lassen uns sehen und fühlen.
Jeder ist sein eigenes Fenster zur Welt.
Wie offen wird in Eurem Umfeld über psychische Belastungen gesprochen?
Teils offen, teils verschlossen.
Die Menschen sind verschieden.
Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt.
Wilhelm Busch
Psychische Belastungen haben m.M.n. mit vielen Dingen zu tun, so fängt der Leistungsdruck schon in der Grundschule an hört längst nicht im Berufsalltag auf.
Angesetzt werden sollte da bei der Politik die die Menschen und nicht nur junge Menschen unter Druck setzt, Lehrer die das tun und nicht zuletzt Arbeitgeber.
Es wird nicht auf das Individuum Mensch geachtet sondern hat jeder gleich zu sein und sich gefälligst auch so zu verhalten, zu lernen, zu leben, zu denken.
Wenn Politiker, Schulen und Arbeitgeber sich mal ne dicke fette Scheibe von den Empfehlungen einer sehr klugen aber leider schon toten Frau abschneiden würden, dann hätten wir weniger solcher Problematiken.
Vera F. Birkenbihl, denn sie hat genau über solche Problematiken und den Auswirkungen von Druck gesprochen.
Zudem und das finde ich ist ein extrem wichtiger Punkt, leben wir immer artuntypischer, in Städten mit viel Elektronik, kaum noch Natur und jeder Mensch der sich viel in der Natur aufhält hat deutlich mehr Resilienz vorzuweisen, als Menschen die ausschließlich in der Stadt leben und kaum grünes um sich herum haben.
Von klein auf setzt man heute die Kinder vor elektronische Geräte, das die dabei einen an der Klatsche kriegen ist schon daran zu erkennen, das deren Aufmerksamkeitsspanne von 1-3 reicht, die 4-5 oder gar 6 bekommen die gar nicht mehr mit.
Da prasseln ungehindert Reize auf den Körper ein, das erzeugt eben Stress und wer sowas seinem Säugling schon antut und ja es gibt schon Säuglinge die Handysüchtig sind, der sollte bestraft werden.
Was sieht man heute Mütter mit Kinderwagen die aber nicht auf das Kind schauen sondern ständig eine Hand frei haben müssen um ihr Handy beobachten zu können, selbiges gilt für Hundehalter.
Mich wundert es schon das Fahrradfahrer nicht ne Halterung am Kappes haben um ihr Handy vor die Augen zu klappen Rücksicht auf andere kennen die eh nicht, auch bei E-Bike und E-Rollerfahrer derselbe Effekt.
Unsere Gesellschaft nimmt an Missständen immer mehr zu und zu verdanken haben wir das der ach so tollen Elektronik.
Bei YT laufen Kindersendungen wo an Kindern getestet worden ist, wie lange man sie mit welchen Formen, Farben und Reizen am längsten bei der Sendung hält und sowas läuft dann den ganzen Tag.
Auch hat man dabei festgestellt, das sich die Empathie dieser Kinder stark verringert, die Auswirkungen sehen wir an den Statistiken zur Kriminalität und es wird sicher nicht besser mit fortschreitender Technik, sondern die Menschen verlöden immer mehr.
Das also Fortschritt zu nennen ist in meinen Augen krank und die Lebensweise der heutigen Menschen trägt dazu bei um nicht zu sagen, sie ist der Auslöser für diese Problematiken.
Auch können Menschen nicht mehr oder kaum noch miteinander reden, das sieht man auch an den Partnerschaften. Kaum Menschen sind noch in der Lage längere Partnerschaften zu führen, klappt es nicht redet man nicht, nein man schaut in den Katalog der potentiellen neuen Partner und sucht sich das nächste Opfer raus.
Zudem sollte nicht und das finde ich ist ein extrem wichtiger Punkt immer nur etwas für jüngere Menschen getan werden, denn auch ältere Menschen und gerade die brauchen die Hilfe von anderen Menschen aber die werden komplett vergessen, aber sie haben ja ihr ganzes Leben für diese korrupten Politiker die unser Land "regieren" geopfert, sind verbraucht, also warum sollte man da etwas für tun?
Alles in allem, es wird sich nichts ändern, denn unsere Politiker interessiert es nicht wie es unseren Kindern geht, sie wollen nur fähige Arbeitskräfte die genug Geld einbringen und deshalb wird auch nur etwas für junge Menschen getan und nicht für ältere, die kann man nicht mehr genug ausnehmen, die liegen einem ja nur auf der Tasche.
Des weiteren sind psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch immer mehr Psychopathen und auch da sind wir wieder beim Problem Kindheit und Technik, wie schon geschrieben, die Rechnung dafür bekommen leider immer die falschen würde es die richtigen treffen, hätten wir solche Zustände nicht.
PS: Komplett vergessen, der stetig steigende Bewegungsmangel trägt übrigens auch noch dazu bei, denn Sport senkt nachweislich den Stresspegel und lässt die Produktion der Glückshormone steigen.
Danke