Ist die AfD Schuld am aktuellen Schneechaos in Deutschland?
Die Alternative für Deutschland trägt seit Jahren dazu bei, das Vertrauen in staatliche Daseinsvorsorge systematisch zu untergraben. Sie bekämpft Investitionen in Infrastruktur, diffamiert öffentliche Ausgaben als „Verschwendung“ und diskreditiert jede Form von präventiver Politik als ideologisch motiviert.
Das hat reale Folgen.
Wo die Verantwortung beginnt
1. Kaputtgesparte Strukturen kosten im Ernstfall Leben
Winterdienst, Rettungsdienste, Bahn, Straßenmeistereien und Katastrophenschutz sind keine abstrakten Verwaltungseinheiten. Sie entscheiden im Extremfall darüber,
- ob Straßen rechtzeitig geräumt werden,
- ob Rettungskräfte durchkommen,
- ob Menschen bei Kälte erreichbar bleiben.
Eine Politik, die jahrelang Personalabbau, Budgetkürzungen und Privatisierung fordert oder rechtfertigt, trägt Mitverantwortung, wenn diese Systeme im Ernstfall versagen.
2. Vorsorgefeindlichkeit ist keine Meinung, sondern Risiko
Die AfD lehnt Klimaanpassungspolitik weitgehend ab oder verharmlost Extremwetter als „normale Schwankungen“.
Das bedeutet konkret:
- weniger Vorbereitung
- weniger Szenarienplanung
- weniger Investitionen in Resilienz
Wenn dann Menschen im Schneechaos erfrieren, verunglücken oder nicht rechtzeitig medizinisch versorgt werden, ist das kein „Schicksal“, sondern das Ergebnis politischer Prioritäten.
3. Verantwortung endet nicht bei direkter Verursachung
Niemand behauptet ernsthaft, eine Partei habe Schnee fallen lassen.
Aber Politik wird an ihren Folgen gemessen, nicht an ihren Ausreden.
Wer jahrelang fordert, den Staat zu schwächen, darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen, wenn genau dieser geschwächte Staat Menschen nicht mehr schützen kann.
9 Antworten
Mit einem ganz kleinen Anteil könnte man ihr eine Schuld zuweisen - im Grunde aber nicht wirklich.
Denn die zeitliche Dauer der Klimaverleugnung seit Parteigründung ist sicherlich zu kurz, um zweifelsfrei nachweisen zu können, dass alle AfD-Wähler, welche sich durch die Negierung der Existenz eines menschengemachten Klimawandels zurücklehnen und keinerlei Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen unternehmen, beispielsweise um 0,02 Grad die mittlere Jahrestemperatur seit Parteigründung erhöht haben.
Wir können niemals einer ganz bestimmten Gruppe zurechnen, welchen Anteil sie hat. Wir können nur klar feststellen, dass seit Beginn der industriellen Revolution der Ausstoß an Treibhausgasen explosionsartig ansteigt. Und der Grund ist die Menschheit als Ganzes. Jeder von uns allen hat einen Anteil - wir leben nicht nachhaltig. Da ist es herzlich egal, bei welcher Partei man mitspielt.
Zu Parteien werde ich mich hier nicht äußern.
Doch eins seih gesagt, das Wetter und dessen Entwicklung und Eigenheiten, lässt sich nicht von Parteien beeinflussen. Und dies ist auch gut so!
Niemand behauptet ernsthaft, eine Partei habe Schnee fallen lassen.
Dann verstehe ich die Frage nicht. Der AfD kann man ja viel vorwerfen, aber dass der Klimawandel uns mal den Stinkefinger zeigt (O-Ton Guido Ringel), kann man ihr nun wirklich nicht vorwerfen.
Obwohl sie daraus vermutlich schlussfolgern wird, dass es den menschengemachten Klimawandel nicht gibt. 7 Tage Winter überspannen 358 Tage, die zu warm ausfallen.
Ich finde die AfD ja auch kacke aber denen jetzt daran Schuld geben ist ein bisschen drüber. Klar ist es falsch den Menschen gemachten Klimawandel zu leugnen und so aber deswegen sind die ja nicht daran schuld
Nein dass war nicht die AFD auch wenn vieles von dem stimmt was Sie schreiben. Aber die Unionisten haben unser Land an die Wand gefahren und alles japuttgespart. Auch die Unionisten sind nicht unschuldig. Die waren mehr als 16 Jahre an der Regierung und haben nichts gemacht.