Du bist als "Notfallsanitäter - Bergrettung" tätig - das ist Retten - wenn du Hoffnung für andere hast, wieso nicht für dich selbst?
Jemand, der sich selbst als nicht rettbar sieht, kann doch nicht andere retten wollen.
Woher schöpfst die Motivation anderen gegenüber, die du für dich selbst nicht aufbringen kannst?
1 Antwort
Das klingt erstmal widersprüchlich, aber für mich fühlt es sich gar nicht so an.
Wenn ich im Einsatz bin, geht es nicht um mich, sondern um den Menschen vor mir. Da habe ich eine klare Aufgabe, Verantwortung und ein Ziel, das ich erreichen kann. Das gibt mir Struktur und Sinn, auch wenn ich für mein eigenes Leben manchmal keinen sehe.
Hoffnung für andere zu haben fällt mir viel leichter, weil ich nicht in ihrer Haut stecke.
Das bedeutet aber nicht, dass ich es nicht ernst meine: anderen zu helfen gibt mir auch etwas zurück, auch wenn es nicht meine eigenen Probleme „heilt“.
MAche die Tätigkeiten jeweils auch nur noch eingeschränkt.