Meinung des Tages: Dobrindt schlägt eine Doppelstunde, innerhalb eines Schuljahres, für Katastrophenschutz an Schulen vor - was haltet Ihr davon?

Ich finde die Idee gut, weil... 50%
Ich denke, der Vorschlag ist ausbaufähig, denn... 22%
Ich halte nichts davon, da... 19%
Ich habe dazu eine andere Meinung und zwar.., 10%

202 Stimmen

53 Antworten

Ich habe dazu eine andere Meinung und zwar..,

Die Idee ist nicht schlecht, es sollte aber vorher sichergestellt werden, dass daraus weder Panikmache noch Aktionismus noch Verharmlosung wird.


gutefrage 
Beitragsersteller
 28.10.2025, 08:44

Vielen Dank für Deine Meinung zum Thema

Ich finde die Idee gut, weil...

Punkt 1:

Der Bund hat im Bereich Katastrophenschutz nichts zu sagen. Der Katastrophenschutz ist Sache der Länder. Allerdings hat der Bund im Bereich Zivilschutz etwas zu sagen.

Punkt 2:

Baden-Württemberg hat vor einigen Jahren den Katastrophenschutztag an Schule eingeführt. In der sechsten Klassen wird ein Tag dem Katastrophenschutztag gewidmet. Die Katastrophenschutzhelfer im Landkreis Tübingen haben für ihr Konzept letztes Jahr auf Bundesebene einen Preis gewonnen und diesen dieses Jahr dem Innenminister überreicht.

Die im KatSchutz beteiligten Organisationen haben eine Präsentation und ein modulares Konzept entwickelt, wie man Schüler theoretisch und mit praktischen Übungen auf Katastrophen vorbereiten kann. Die kann unabhängig von den mitwirkenden Organisationen durchgeführt und beleuchtet alle Bereiche einer Katastrophe bzw. des Katastrophenschutzes.


gutefrage 
Beitragsersteller
 28.10.2025, 08:44

Danke für Deinen differenzierten Beitrag zum Thema :)

Ich habe dazu eine andere Meinung und zwar..,

Schulrecht ist Ländersache. Da hat ein BUNDESminister keine Zuständigkeit.

Offengestanden erinnert mich das ein wenig in meine, fern zurück liegende, Schulzeit als Umweltschutz auf einmal populär geworden war. Das war Mitte der 70er-Jahre.

Von Biologie wurde eine Stunde abgeknapst und wir konnten lustige Ideen entwickeln wie etwa Umweltschutz durch Zweitverwendung von Klopapierrollen als Blumenhalter im Auto.

Das würde beim Katastrophenschutz genau so zu mehr oder minder unsinnigen Ergebnissen führen. Eben, weil es DIE Katastrophe nun einmal nicht gibt und auch niemand weiß, auf welche Ideen unsere Behörden dann kommen.

Statt den Unterricht mit solchen Dingen zu belasten sollte man die vorhandenen Fächer qualitativ und quantitativ besser ausgestalten.


gutefrage 
Beitragsersteller
 28.10.2025, 08:45

Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen diesbezüglich mit uns geteilt hast!

jule2204  27.10.2025, 19:55

Bei mir war es Anfang/Mitte der 90er Jahre die Aufklärung über HIV/Aids.

Ich finde die Idee gut, weil...

Hi,

Absolut sinnvoll, dann aber nur 1x eine Doppelstunde und von einem Profi an alle Schüler in der Aula oder Turnhhalle.

Das Lehren im Klassenraum zu überlassen fände ich falsch.

Dann könnten die Schülern ihren Eltern bei Hochwasser sagen, dass sie nicht in den Keller gehen dürfen, weil die da ersaufen oder einen Stromschlag bekommen....


gutefrage 
Beitragsersteller
 28.10.2025, 08:45

Super Idee - danke, dass Du Dich beim Thema beteiligst hast!

es längst überfällig ist. Ein Land kann nicht außenpolitisch auftreten wie Deutschland und dann aber nicht ins Militär oder den Zivilschutz investieren.

Andere Länder machen das schon längst. In Deutschland spricht man nur keinen Klartext. Es geht nicht um Naturkatastrophen, es geht um den Kriegsfall.

Zuletzt hat man auch die Broshüre des BBKs aktualisiert. Das war dringend nötig, aber auch dort hält man sich zurück.

Wir hätten nach der Entscheidung die Ukraine im Krieg zu unterstützen sofort Maßnahmen einleiten müssen. Oder einfach neutral bleiben. Der grüne Weg, Waffen liefern und dominante Außenpolitik, bei völligen Verzicht auf Zivilschutz, wird uns noch teuer zu stehen kommen.