Meinung des Tages: Ist die massive Aufstockung der Bundeswehr sinnvoll?

32 Antworten

Ich finde es durchaus sinnvoll eine verteidigungsbereite und funktionierende Bundeswehr zu haben.

Alle machen die Augen zu und wollen nicht glauben dass es wieder zu einem Krieg kommen könnte. Wird es (hoffentlich) auch nicht. Aber ein Land das NICHTS zu seiner eigenen Verteidigung beitragen kann und sich nur auf seine Nachbarn verlassen muss finde ich auch nicht gut.

Alle wirtschaftlichen Probleme die wir haben werden unwichtig wenn es zu einem Verteidigungsfall kommt. Für Putin ist Deutschland nur ein zahnloser Tiger.


TheGCat  29.09.2025, 22:15

Wir sind Teil der NATO. Das sollte als Antwort genügen und nur ein naar würde gegen die NATO Krieg führen. Denn DAS wäre dann in der Tat ein Weltkrieg und nicht so ein müdes Geplänkel wie im 2WW.

Elocin2910  29.09.2025, 12:02

Der zahnloser Tiger wird D auch bleiben, alleine wenn man sich mal die Größenverhältnisse ansieht und somit sollte gar nicht erst über solch einen Murks nachgedacht werden.

Wenn Putin wirklich will, dann verspeist er D innert von 3 Tagen. Lachhaft die deutschen!

Noeru  29.09.2025, 12:08
@Elocin2910
Wenn Putin wirklich will, dann verspeist er D innert von 3 Tagen

Sieht man ja an der Ukraine. Aber ihr seid ja echt der Meinung, dass Putin sich gerade absichtlich den Hintern versohlen lässt.

Elocin2910  29.09.2025, 12:25
@Noeru

Einfach mal ein bischen nachdenken, wenn Putin die Ukraine, was auch kein Problem wäre, einnehmen würde, dann hätte er einige gegen sich.

Putin hat auch schon mehrfach Verhandlungen angeboten und das was so in den Medien propagiert wird, glaube ich längst nicht alles. Denn wie schon geschrieben wenn er wollen würde, aber der einzige der da noch nachzudenken scheint ist Putin.

D macht das was die USA ihnen aufträgt und was da für nen Spinner an der Macht sitzt ist ähnlich psychopathisch wie das was wir im Bundestag sitzen haben.

Aber man kann da diskutieren wie man will, Fakt ist für mich das man doch, wenn man denn meint die Krone der Schöpfung darzustellen, ein Krieg nie das Mittel der Wahl sein sollte.

Es geht immer nur um Macht und um Geld, nicht darum die Um- und Tierwelt zu erhalten, wir haben und sollten ganz andere Sorgen haben, als Kriege zu planen!

William1307  29.09.2025, 12:33
@Elocin2910

Das mag ja sein. Was schlägst du vor? Dass wir einfach kampflos aufgeben und ab sofort, an alle unter russischer Herrschaft leben?

William1307  29.09.2025, 12:35
@Elocin2910

Da hast du absolut recht. Es wird dir nur nichts nützen. Bei den Menschen geht es immer um Macht und Geld. Wir machen hier einen auf Umwelt Mimimi und nebenan fliegen die Bomben.. glaubst du wirklich, dass in der Ukraine irgendjemand sich um Natur, Tiere und Umwelt kümmert wenn es um das nackte Überleben geht?

Elocin2910  29.09.2025, 12:51
@William1307

Nein, das natürlich nicht, aber genau das ist doch das Problem, es kann nicht sein, das die da oben das machen was sie wollen und das "gemeine" Volk dabei zusehen soll/darf respektive nur schauen muß, sich den Arsch zu retten wenn die mal wieder meinen Schach zu spielen zu wollen mit Menschenleben!

Noch bedroht uns ja wohl keiner und noch hat uns auch niemand angegriffen, aber wir rüsten hoch und vergessen dabei, das wir eh keine Chance haben werden, wenn es wirklich um die Wurst geht.

Ich schlage vor, die dort oben mal auf den Teppich der Tatsachen zu holen und da spreche ich von D genauso wie von USA und auch von Russland.

Noch, zumindest sollte es so sein, sollte das Volk entscheiden was getan wird und was nicht und nicht so, das irgendwelche durchgeknallten Psychopathen über das Wohl der Menschen von denen sie bezahlt werden und das Wohl des restlichen Planeten entscheiden, wie es ihnen gerade in den Kram passt.

Denn die wird ein Krieg ja nicht betreffen, die können sich schön aus dem Staub machen.

William1307  29.09.2025, 13:41
@Elocin2910

Ich bin da völlig bei dir 😊Aber das ist halt Wunschdenken. Es war schon immer so, dass ein paar wenige das Sagen hatten und die anderen zusehen mussten, wie sie klarkommen.. und bei so durchgeknallten Typen wie in Russland, USA und China - was will man machen? An deren Vernunft appellieren?😀 das wird auch nicht funktionieren.. wir haben unsere Politiker selber gewählt, die Amerikaner auch. China und Russland okay, da reden wir mal nicht drüber.

ich betrachte die aktuelle Lage durchaus mit Besorgnis. Aber machen kann ich halt auch nichts außer hilflos zugucken

MrBlackAdder  29.09.2025, 14:44
@Elocin2910
Einfach mal ein bischen nachdenken, wenn Putin die Ukraine, was auch kein Problem wäre, einnehmen würde, dann hätte er einige gegen sich.

Wenn es kein Problem wäre, warum ist er dann kläglich gescheitert? Zeugt es von russischer Stärke, wenn Putin Soldaten aus Nordkorea importieren muss?

Oder wie ist folgende Schlagzeile zu deuten?

Russland will eigene Waffen von Nato-Land zurückkaufen

Putin hat auch schon mehrfach Verhandlungen angeboten

Jedes Mal mit der Maximalforderung einer entmilitarisierten Ukraine.

D macht das was die USA ihnen aufträgt

Seit 1955 nicht mehr. Erhard hat keine Soldaten nach Vietnam entsendet, Kohl hat sich nie an den Kriegen der USA beteiligt und auch Schröder hat den USA 2003 eine Abfuhr erteilt. Merkel hat Trumps G7-Gipfel platzen lassen und den US-Botschafter Grenell in die Isolation getrieben.

Aber glaube dein Märchen vom Vasall Deutschland ruhig weiter...

Sollte der Staat mehr Geld für Verteidigung ausgeben, selbst wenn dafür andere Bereiche gekürzt werden müssen?

Der ganze Sozialstaat ist wertlos, wenn die Nato daran zerfällt dass ihre Mitglieder nur den Schutz der anderen genießen wollen, ohne selbst irgendwas zum Schutz beitragen zu wollen. Besonders Deutschland als wirtschaftlich zweitstärkstem Nato-Mitglied.

Bei der Frage, ob man einen angemessenen Beitrag zur Nato leistet, geht es um nicht weniger als die Sicherheit unseres Landes. Die sollte dann doch etwas mehr Priorität genießen, als Rentnern die Europareise per Wohnmobil zu ermöglichen.

Ist es Eurer Meinung nach wichtiger, Ausrüstung oder Personal zu modernisieren?

Am wichtigsten wäre in meinen Augen, den bürokratischen Wasserkopf abzureißen. Im Moment hat man den Eindruck, dass die Hälfte des Geldes, das in die Verteidigung investiert wird, einfach verpufft ohne irgendwas zur militärischen Stärke beizutragen.

Danach: Beides! Personal ist ohne Material nutzlos, Material ist ohne Personal nutzlos. Es mangelt an beidem, also muss an beidem aufgebaut werden.

Führt ein stärkeres Militär zu mehr Sicherheit oder eher zu Eskalationsgefahr?

Es würde niemand behaupten, dass es die Unfallgefahr erhöht, wenn Autos generell mit Airbags und Sicherheitsgurten ausgestattet sind. Oder dass ein Radfahrer, der einen Helm aufsetzt, dies nur tut weil er insgeheim vorhat zu stürzen.

Die Nato hat kein Interesse an einer Eskalation mit Russland. Sonst hätte es dazu schon 300 Gelegenheiten gegeben.

Aber wenn Putin den Eindruck hat, die Nato sei ein zahnloser Tiger, den er auf dem politischen Schachbrett ausmanövrieren kann, um sich dann zu holen was er möchte, muss man was unternehmen um diesen Eindruck zu revidieren. Sprich: Zeigen, dass die Nato stark und wehrhaft ist.

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Wenn wir in 50 Jahren zurückblicken und sagen, dass die vielen Milliarden in die Bundeswehr fehlinvestiert waren, weil wir nie wieder eine starke Bundeswehr gebraucht haben, können wir alle froh sein.

Genauso, wie alle froh sind, dass ihr Auto wegen Sicherheitsgurten, Airbags, Gurtstraffern, Knautschzonen und allem exorbitant teuer war und man es dann zum Schrott bringt, ohne irgendwas davon jemals gebraucht zu haben.

Ja, es geht um viel Geld. Aber es geht hier idealerweise nur um viel Geld und nichts anderes.


noobjan  30.10.2025, 17:57

Wenn Russland sieht, daß eine angriffsbereite und "kriegstüchtige" deutsche Armee aufgebaut wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit sogar größer, daß sie intervenieren werden, bevor sie angegriffen werden.
Aber die haben es bei uns einfach: Sie brauchen nicht einmal Krieg zu führen. Es reicht, die linkssozialistische Mangel-Energiepolitik und Mangelwirtschaft von SPD und Grünen zu unterstützen, und Deutschland kriegt keinen Fuß mehr hoch.

Abgesehen von all dem, vergeßt ihr leider, daß internationale Politik kein Fußballspiel ist, und daß die angeblich unabhängigen Regierungen oftmals von denselben globalen Banken und Geheimdiensten gesteuert werden.

Zu den Einzelfragen:

  • Der Staat muss in so einem Fall wohl oder übel mehr Geld ausgeben, also auch an anderer Stelle sparen. Situationen wie die gegebene dienen auch dazu, die Wohlstandsgesellschaft wieder auf ein moderates demütiges Maß herunterzuholen, sprich, die Zeiten von Party, Wellness, sozialutopistischen Segnungen ohne Gegenleistung für alle sind einfach vorbei - und das ist - so blöde es klingt - pragmatisch gesehen gar nicht so schlecht, weil überfällig. Denn stellen wir uns diesen notwendigen Einschränkungen und Reformprozessen nicht endlich freiwillig, gerade jetzt in der Bedrohung, wird der verheerende Schatten in Form von Krieg umso schlimmer von außen dafür sorgen.
  • Ob Ausrüstung oder Personal - beides fehlt. Und beides fällt nicht vom Himmel, vor allem nicht für lau. Was da im einzelnen gebraucht wird, können nur Experten und Fachleute entscheiden.
  • Eskalationsgefahr besteht bei unberechenbaren Despoten wie Putin oder narzisstischen Cerebralschwachmaten wie Trump immer; insofern ist es schwer abzuschätzen, ob man mit dem Verhalten in die eine oder andere Richtung Erfolg hat, denn diese Zeitgenossen wird (un)diplomatisches Verhalten anderer kaum beeindrucken. Es kann am Ende das berühmte letzte vermeintlich unbedeutende Pfefferminzplättchen sein, das die Sache zum Explodieren bringt.

Insgesamt ist das Thema insofern eine Frage, die man nicht so einfach beantworten kann.

Selbst, wenn man selber pazifistisch eingestellt ist und Krieg und übergriffige Aggression ihrer der Form nicht nachvollziehen kann, wie sie momentan wieder zu beobachten ist, muss man sich eingestehen, dass diese Bedrohungen nun mal bestehen und man sie nicht einfach blauäugig leugnen darf, auch, wenn man sich selbst nie diese Ebene aussuchen würde, um Konflikten zu begegnen. Zwangssituationen erlauben eben keine Wahl.

Ich verwende gerne den Vergleich mit der Natur. Ein Igel hat seine Stacheln, eine Raubkatze ihre Krallen, ein Stinktier seine Duftdrüsen - Es ist gut, wenn diese Ressourcen nicht zum Einsatz kommen müssen, aber sie schaffen sichere Distanz und Respekt, besser nicht anzugreifen. So funktioniert Verteidigung.

Abgesehen davon wird es immer Stirb-und-Werdeprozesse auf der Erde geben, die durch ihre unaufhaltbare zerstörerische Kraft jenseits des menschlich fass- und kontrollierbaren quasi auf den Resetknopf drücken und die Karten komplett neu mischen. Das können Naturkatastrophen, Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge oder eben verheerende Kriege sein.


KaEsEs  29.09.2025, 16:18

Vielleicht sollte man mal bei den 230 Milliarden € Steuerhinterziehung anfangen?

wir haben unsere Verteidigung seit Jahrzehnten vernachlässigt...aus Blauäugigkeit, weil wir so "verlässliche" Partner wie die USA haben.....jetzt rächt sich das alles.

Wir sollten in der Lage sein uns im schlimmsten Fall selbst verteidigen zu können, genauso wie wir in größtmöglichem Umfang in der Lage sein sollten unser Land selbst zu versorgen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Denke auch dass es erforderlich ist unsere Armee mal wieder auf Vordermann zu bringen, aber hoffentlich brauchen wir sie nicht für den Ernstfall. Deutschland alleine wird nicht gewinnen, aber die ganze Nato ist schon ein würdiger Gegner gegen Russland. Mich würde ja interessieren, was die Chinesen dann machen, wenn es so weit kommen würde. Im Idealfall werdens wir nie erfahren, weil die Situation nicht eintritt...

Ebenso wäre spannend, wer einem dann wie helfen wird im Verteidigungsfall von den anderen Ländern und nicht nur an der Landesgrenze von seinen hohen Mauern herunterspäht.

Vielleicht fällt ja Trump noch was Gutes ein, wie er das alles entschärfen kann. Er ist ja ein guter Entertainer.