Meinung des Tages: Wie bewertet Ihr die Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro?

Find ich schlecht, das ist ein Eingriff in die Privatsphäre. 43%
Find ich gut, das erschwert Kriminellen das Handwerk. 31%
Ist mir egal, so viel Geld habe ich eh nie bar dabei. 15%
Was anderes 7%
Unentschieden / Weiß nicht. 4%

272 Stimmen

49 Antworten

Find ich schlecht, das ist ein Eingriff in die Privatsphäre.

Das selbst ist für die meisten Deutschen keine Einschränkung der Privatssphäre weil das bei den meistne wohl eher nur beim Gebrauchtwagenkauf oder so vorkommt. Problematisch wirds aber auch für Alte Leute die Bargeld horten bzw altlasten die ggbf. schwer nachzuweißen sind. + Kriminelle haben eh wege drum rum - die müssen halt nur wieder einen Schritt extra machen.

Mein Problem hier ist hauptsächlich, bleibt es dann bei den 10.000euro? Oder geht das dann mit der Zeit runter wie z.b. in Frankreich auf 1000euro? Oder wie in Griechenland auf 500euro? Irgendwann betriffts dann halt mehr Menschen negativ als des positive Aspekte mitsich bringt.

Letzten Endes ist die Bargeldabschaffung das Ziel - das ist ja nun kein Geheimniss - und das ist halt ein Schritt in diese Richtung - dementsprechend die Kritik.


peterR111  09.01.2026, 22:51

bei 500 euro wie sollte man das stemmen. Die Kontrollen laufen automatisch aber auch viel noch individuell.

Eromzak  09.01.2026, 23:41
@peterR111

Das wäre in Deutschland ein Graus. Man muss auch immer bedenken wieviele Leute legal Bargeld daheim haben in rauen Mengen gerade in den Älteren Generationen, da dürfte die nachweißbarkeit auch schwer werden obwohl es eigentlich alles legal ist. Oder können die Kriminellen dann auch alle sagen "hab ich seit 20 Jahren in der Kommode liegen"?

Fragen über Fragen.

Was anderes

Diese Entwicklung ist schlecht, weil es noch nie in der Geschichte des Bargelds eine Auflockerung gegeben hatte. Jede Einschränkung bleibt bestehen, oder wird erhöht.

Es gibt bisher keine Alternative zu Bargeld, denn alles andere kann man leicht manipulieren oder ist von Strom abhängig.


sa652ma  08.01.2026, 09:55

Und in welchem Supermarkt oder größerem Fachgeschäft kann man ohne Strom überhaupt bezahlen? Soweit mir bekannt laufen die Kassen nämlich mit Strom.

Nordseefan  08.01.2026, 13:14
@sa652ma

Da lob ich mir doch die alten manuellen Kassen, an denen noch gekurbelt werden musste

Benedikt581  08.01.2026, 13:41
@sa652ma

nur nicht bei Stromausfall, also wirst du woanders einkaufen müssen 🤷

Dogetastisch  08.01.2026, 14:24
@sa652ma

Kryptowährungen sind hier auch ein interessantes Thema. Diese sind teilweise zwar schwer zu manipulieren, haben aber unter Umständen einen extrem hohen Stromverbrauch.

sa652ma  08.01.2026, 15:37
@Benedikt581

Dann ergibt dein letzter Satz null Sinn, weil ohne Strom nimmt auch niemand in genannten Geschäften Bargeld, da niemand mehr die Preise kennt und die Kassen eben nicht funktionieren.

LaLeLuSchautZu  08.01.2026, 20:53
@sa652ma

Niemand kennt mehr die Preise? Interessant.

Hast du Deutschland jemals besucht? Es existiert kein Laden in dem nicht alle Preise ausgeschildert sind. Jeder Kunde kennt die Preise aber die Mitarbeiter, welche die ganzen Schilder drucken und verteilen haben keine Ahnung sobald der Strom ausfällt? 👍

sa652ma  08.01.2026, 21:01
@LaLeLuSchautZu

Du zeigst mir, dass die Mitarbeiter in einem Rewe von jedem Produkt den Preis auswendig kennen...

ScarletWitch1  08.01.2026, 14:45

Oder wenn es mit der Technik Probleme gibt und man gar nicht mit Karte zahlen kann, da muss man Bar zahlen. Gab es ja im Mai 2022 das man in mehreren Geschäfte mehrere Tagelang keine Barzahlung ging und diese Woche hatte ich das bei Action und ende letzten Jahres auch beim Netto das man nicht mit Karte zahlen konnte.

Geldwäsche basiert hauptsächlich auf dem Schema, dass man Dienstleistungen verrechnet, die nie geleistet wurden.

Ein Drogendealer hat bspw. seine Kunden, welche eben von ihm Drogen kaufen.

Wenn es kein Bargeld mehr gibt, muss der Dealer einen Weg finden, sodass er im Austausch für die Drogen, das Geld erhält, aber ansonsten nichts Weiteres leisten muss.

Betreibt er bspw. ein Bordell, dann können seine Kunden dort bezahlen, sich eine Quittung geben lassen und mit der Quittung zum Dealer gehen, und die Quittung gegen die Drogen tauschen.

Ist der Dealer in einer Gang, so hat er den Vorteil, dass er in einem Kreis ist, wo er durch seine Genossen mehr Möglichkeiten hat, Geld zu waschen.

Der eine hat ein Tattoo-Studio, der andere eine Bar, der nächste eine Werkstatt und der vierte einen Lieferdienst usw.

Auch wenn es der Fall ist, dass der Staat nur eine einzige Girokarte erlaubt und alle bei derselben Bank sind, dann ist es lediglich der Fall, dass die Kriminellen einen Staat im Staat entstehen lassen werden.

Sprich, der Drogen-Junkie wird alle seine Erledigungen in den Geschäften der Dealer erledigen.

Wobei, selbst die Karten umgangen werden können, weil der letzte logische Schritt darin besteht, dass die Drogendealer ihr eigenes Geld kreieren werden.

Eine Quittung belegt lediglich, dass man der rechtmäßige Besitzer von etwas ist.

Geld belegt dagegen, dass man die Fähigkeit hat, Güter usw. zu erwerben.

Ob man nun die Pfund, den Euro oder den Julia-Dollar nutzt, ist gleichgültig, da alle von ihnen die selbe Fähigkeit haben können, nämlich ein Tauschmittel zu sein.

Einst gab es die Deutsche Mark und es war nicht Zauberei, welche dafür sorgte, dass man sie nicht mehr nutzen kann, sondern eine von Menschen veranlasste Regelung.

Wenn also Menschen die Fähigkeit haben, Regelungen zu erstellen, dann haben sie auch die Fähigkeit, ihr eigenes Geld zu nutzen.


Dogetastisch  08.01.2026, 14:29

Allein schon wenn man das erschwert reicht das meist aus, um den kleindrogenhandel deutlich einzuschränken. Einer der größten Gründe für so viele drogenkäufe ist nun mal, dass es so einfach und niedrigschwellig ist.

Allerdings spricht man da nicht von 10.000 €, sondern eher von 10-100 €. Und da bringen solche Einschränkungen ganz andere Probleme mit sich.

Großdiele interessieren sich dafür natürlich herzlich wenig.

Find ich schlecht, das ist ein Eingriff in die Privatsphäre.

Lustig, dass die EU sich "die Kriminellen" vornimmt, und künftig alle Menschen kriminalisieren möchte, die sich anonym wohler fühlen. 10.000 Euro kann sogar bei nem Gebrauchtwagenkauf von Hand zu Hand gehen, der Betrag ist lächerlich niedrig. Anonyme Parteispenden will hingegen niemand der ehrenwerten Herrschaften erschweren.

Das sollte die Gesellschaft nicht mit sich machen lassen.

Unentschieden / Weiß nicht.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass sich, sagen wir mal die Drogenmafia oder illegale Waffenhändler, davon beeindrucken lassen werden. Das trifft doch wieder mehr die Bürger als die, die damit - angeblich - gemeint sind.