Meinung des Tages: Was haltet Ihr von der "Aktivrente"?
(Bild mit KI erstellt)
Rente mit 67 und trotzdem weiter arbeiten – für die einen ein Albtraum, für die anderen dank neuer Steuerregeln das Ticket zu finanzieller Freiheit im Alter.
Bonus für fitte RentnerSeit dem 1. Januar 2026 ist die sogenannte Aktivrente in Kraft getreten. Wie der Bundesrat in seiner Zusammenfassung erläutert, dürfen Rentner nun monatlich bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen. Das Ziel ist klar: Wer sich fit fühlt, soll motiviert werden, dem Arbeitsmarkt erhalten zu bleiben, ohne dass der Staat bei den Abgaben sofort kräftig zuschlägt. Für viele Seniorinnen und Senioren könnte dies eine attraktive Möglichkeit sein, den Lebensstandard deutlich zu erhöhen.
Lösung gegen Fachkräftemangel (?)Politisch wird (von Seiten der CDU) die Maßnahme vor allem als Werkzeug gegen das Personalchaos gefeiert. Besonders in Handwerk und Pflege fehlen Köpfe, die durch die Aktivrente im System gehalten werden sollen. Doch Kritiker befürchten, dass dadurch ein subtiler gesellschaftlicher Druck entsteht.
Massive politische KritikDie Kritik der Opposition und der Sozialverbände ist laut. VdK und Caritas warnen vor einer massiven sozialen Ungerechtigkeit. Während gesunde Akademiker im Homeoffice profitieren, gehen körperlich hart arbeitende Menschen, die mit 67 gesundheitlich am Ende sind, leer aus. Zudem wird die „Aktivrente“ als „Rente mit 70 durch die Hintertür“ kritisiert. Es besteht die Sorge, dass das Rentenniveau langfristig sinkt, weil privates Nacharbeiten zur neuen Pflicht für die Existenzsicherung wird.
Unsere Fragen an Euch:- Würdet Ihr freiwillig länger arbeiten, wenn das Geld steuerfrei wäre?
- Befürchtet Ihr, dass die Aktivrente den Druck erhöht, das Renteneintrittsalter generell auf 70 zu heben?
- Benachteiligt dieses System Menschen, die körperlich nicht länger arbeiten können, und schafft so eine „Zwei-Klassen-Rente“?
97 Stimmen
46 Antworten
Nichts. Das kommt im Endeffekt nur fitten Rentner mit hoher Qualifikation und eh schon guter Rente zugute. Für Rentner mit schlechter Rente bringt das keine Verbesserung.
Natürlich geht es mehr um den angeblichen Fachkräftemangel. Aber da sollen sich die Unternehmen selbst an die Nase fassen und für Abhilfe sorgen.
Klar, für die Managementfehler und mangelnde Ausbildung ist natürlich der Staat schuld. Ebenso, dass mit Lehrlingen und Gesellen im Handwerk oft schlecht umgegangen wird und die dann fehlen, wenn sie gebraucht werden.
Der Staat ist dafür verantwortlich, dass das Bildungsniveau sinkt, so gibt es Pläne, deutsche Literatur auf Gymnasien in "einfacher Sprache" zu unterrichten, und in Niedersachsen wird das schriftliche Dividieren nicht mehr gelehrt, weil die Kinderlein heutzutage davon überfordert sind.
Und natürlich ist der Staat dafür verantwortlich, dass die Arbeitskraft durch Steuern und Abgaben deutlich teurer ist als im Ausland.
Schön. Da wirds jene geben die so oder so weiterarbeiten weil sie Spaß dran haben und einige, die keinen Bock haben weil ihr Job nicht so prall war. Davon abgesehen findet man jetzt schon ab 50 keinen wirklichen Job mehr wenn man ihn verliert. Wie geht man damit dann um? Die Leute weiter ausnützen bis sie tot umfallen?
Da würden sie ja mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen...
Ein Schelm.... LG. :I
Hey,
meiner Meinung nach wird hier ein Problem des Staates eher auf die Bürger verlagert.
Wenn man bedenkt, dass diese Regelung auf Grund einer Anfrage im Bundestag zur Altersarmut resultiert und für deren Bekämpfung gedacht ist, ist das doch eher eine Farce.
Wie es viele User hier schon erwähnten, profitieren davon vielleicht gut ausgebildete und somit in der Regel gut verdienende Ältere.
Ein BGE wäre sinnvoller. Und Selbstständige sind komplett außen vor. Ich denke auch nicht, dass damit dem Fachkräftemangel groß entgegengewirkt werden kann. Und ob damit eine Mehrbeschäftigung erreicht wird, weil Unternehmen ältere und jüngere Mitarbeiter beschäftigen werden, muss abgewartet werden.
Ich stehe dem Ganzen eher kritisch gegenüber, LG. :I
Es ist eine nette Zusatzoption für ein paar Leute, die gerne noch ein bisschen länger arbeiten wollen und können. Aber der Hype, der darum gemacht wird, ist einfach nur peinlich! Die eigentlichen Probleme bleiben auch unter dieser Regierung ungelöst, der demografische Wandel geht weiter, die Fachkräfte fehlen und viel zu viele an sich Arbeitsfähige schaffe es erst gar nicht in den ersten Arbeitsmarkt.
Da es ja letztlich ab dem Jahrgang 1964 bedeutet daß man erst mit 67 in diesen Genuß kommen könnte, weil es ja erst ab der Regelrenteneintrittsgrenze gilt.
Außerdem wird dieser Vorteil wohl auch sowieso nur für Menschen möglich sein, die vorher in gesamten Berufsleben einen eher kräfteschonenden Job/Beruf ausübten.
Nur Vorteile also letztlich...für Menschen die eher einen gut bezahlten Bürojob hatten.
...und Diese haben wohl auch ohne dieses neue "Zusatz-Gimmick" eh schon genug an Rente! Den mit Erreichen des Regelrenteneintrittsalters "kaputtgearbeiteten" Bürgern wird es also eher nix nützen...
Den mit Erreichen des Regelrenteneintrittsalters "kaputtgearbeiteten" Bürgern wird es also eher nix nützen...
Doch. Sie müssen ja nicht in ihrem 'gesundheitsschädlichen' Job (weil Du "kaputtgearbeiteten Bürgern" geschrieben hast) weiterarbeiten, sondern können eine relaxtere Tätigkeit suchen, und müssen dabei die ersten 2000.- EUR nicht versteuern.
Ich gehe da eher von "kaputtgearbeitet" durch die Vergangenheit aus...und daß dann eben keine Kraft mehr übrig ist, auch nicht mehr für leichtere Tätigkeiten. 67 ist eben nicht das neue 47...in der Regel!
Das tun die Unternehmen auch. Da die Arbeitskräfte in D zu teuer und zunehmend zu schlecht ausgebildet sind (was Aufgabe des Staates wäre), gehen die Arbeitsplätze zunehmend ins Ausland.