Nun, ich habe Halbgeschwister, wir haben den selben Vater, unsere Mütter sind verschieden, die Geschwister sind mit ihrem Vater aufgewachsen, ich bin ohne meinem Vater aufgewachsen.
Ich konnte mich an meinem Vater erinnern, er war da bis zu meinem 5. Lebensjahr, von dieser Zeit blieben mir nur schlimme Erinnerungen zurück. Meine Mutter wurde oft blutig angerichtet, ständig suchte er uns auf nach jedem Umzug, ständig Polizei, wollte mich sogar entführen, dann wurde ich schwer krank gesundheitlich und Gott Sei dank überstand ich das.
Zu diesem Zeitpunkt war er nicht einmal da, obwohl er wusste das ich im Krankenhaus lag, er war lieber mit seinen Freunden abgehangen und gab viel Geld in Clubs, Champagners und in Frauen aus.
So wuchs ich dann ohne ihn auf.
Mit 17 lernte ich zufällig durch meinen Freundeskreis seine Kinder kennen, er hat 4 Insgesamt, sind 2-3 Jahre älter, die anderen zwei älteren 5-8 jahre Schwester und Bruder lernte ich nie kennen, nur die zwei jüngeren Brüder. Die brachten mich zu meinem Vater, obwohl ich es ungerne wollte.
Als ich sie kennen lernte war ich schon jemand der sich gehen lies mit dem Cannabis Konsum und Alkohol, ich war nicht gerade der vorbildlichste, sozialster, und freundlichster aufblühenster Mensch in unserer Gesellschaft, gebe ich zu, ich war wie mein Vater den ich in meiner Erinnerung hatte.
Ich war auch auf der schiefen Bahn mit klein Delikten aber auch großen, und dann stand ich plötzlich vor meinem Vater und alles negative in mir kam hoch, meine Synapsen im Gehirn spielten Karussell in mir mit durchgebrannten Leitungen, ich bekam kein Wort aus meinem Mund heraus, war tief verschwiegen.
Er strahlte auch nicht vor Freude als er mich sah, oder ich hatte zuviel erwartet.
Und in dieser Zeit verschwand ich immer mehr in den Parks wo ich mich gefühlt zu tode betrank, weil mir alles zu viel war, und das hätten die sich auch denken können, sie hatten es mitbekommen als ich anfing mir die kante zu geben und oft mich übergab, aber keiner bot mir seine Hilfe an oder wollte wissen wie es mir geht, Freunde auch nicht, ganz im gegenteil, wurde dann gemobbt und verspottet von allen, auch von meinem Vater, er sprach nur in einem Agressiven Ton mit mir als wäre ich Dreck.
Das zog mich schon etwas herunter.
Jetzt im Nachhinein verstehe ich es so das sie vielleicht von mir unzureichend Achtung gegenüber dem Familienimage erhielten, oder weil ich mir alles gefallen lies, welche gründe auch immer die es rechtfertigen auf einen Menschen der im Not ist noch drauf zu treten, Fleisch und Blut, zu viel erwartet etwa?
Es ging mir alles sehr nahe, und das war noch nicht mal alles, meine Freundin meine erste Liebe der ich mein Leben zu diesem Zeitpunkt anvertraut hätte, hatte mich betrogen und machte Schluss.
Ich war gebrochen, gebrochener ging es kaum mehr, lebte auch in einem Wohnheim und musste dort ausziehen, da der Vertrag zu ende ging, kam dann in ein Obdachlosen Heim unter, wo ich Leute antraf die sich Heroin spritzten, und das wollt ich mir nicht geben, ich konnte dort keine Nacht verbringen, lebte teilweise dann auf der Straße mit 20 und einer neu angefangen und doch frisch abgebrochenen Berufsausbildung.
Das führte letztendlich zu einem umdenken bei mir, ich verstand das ich ungewollt in diese Situationen reingeriet und keinen stabilen Boden mehr unter den Füßen hatte.
Ich zog einfach weg in die ferne zu Mutter, hatte mit allem Schluss gemacht, muss mir auch nicht mehr anhören wie das ich Nichtsnutz mir einen Job suchen soll, oder vergebens nach Taschengeld für eine Jeanshose fragen, wo ich nun 10 Jahre danach mittlerweile mir Unternehmen aufbaue mit einem unvorstellbaren Erfolg, was ich dann doch lieber geheim halte.
Soviel zu meiner Geschichte, und ich war auch gesundheitlich angeschlagen Freunde, hatte Autoimmunerkrankungen von denen ich mich heilen musste, meine ganzen zwanziger Jahre hat es an Aufmerksamkeit beansprucht.
Ich hätte gerne gewusst wo meine Wurzeln liegen,aber wenn mein Vater und seine Kinder, besonders die zwei älteren, mir keine Aufmerksamkeit gaben, dann muss ich aufpassen, nicht das ich nochmal verspottet werde, weil ich ja mehr erreicht hätte als sie alle zusammen, oder immer noch ein Junkie für sie wäre, oder ein Feigling der auf abstand blieb.
Ich war der jüngste und bin ein Einzelkind, ich hatte keine Familie nichts hatte ich, und ich weiß ehrlich noch immer nicht ob die es sind die ärmer dran waren oder ich.
Sie wissen nicht was ich alles durchmachte, warum ich krank wurde, meine Mutter und ich zu Hause kaum essen hatten weil 2 Männer in ihrem Leben es nicht schafften Männer zu sein, Mama ihre Rechnung nicht zahlen konnte und in Bau war und ich bei Pflegefamilien unterkam, mit Jugendamt und so, hatte ich mir das etwa ausgesucht, das ich von Schulen Rausfliege aufgrund des ADHS? das ich auf die schiefe Bahn lande, aber nun wie ein gemachter Mann da stehe aus eigener Kraft, der 11 Jahre clean ist und nicht mal Zigaretten raucht, Ich glaube ich muss mir von niemanden was anhören?