Hi,
ich war nie der große Zocker, eher der Casual-Typ. Aber als ich noch klein war, habe ich wirklich jedes Spiel, das ich hatte, rauf und runter gespielt – völlig egal ob es Ratchet & Clank war oder nur eine Demo von Spyro mit dem Skateboard. Immer wenn man vom Skateboard gefallen ist, musste man abgeben. Selbst so ein Delfin-Spiel, das auch nur eine Demo war, konnte ich stundenlang spielen.
Jetzt bin ich 31 und irgendwie gibt es Spiele wie Sand am Meer, aber nichts davon reizt mich wirklich. Das letzte Game, das mich richtig gepackt hat, war Clair Obscur 33 – und noch ein Story-Game, dessen Namen ich vergessen habe. Es ging um einen Mann, der lange Zeit unter Wasser in einem U-Boot arbeitet. Seine Tochter ist gestorben, er hat merkwürdige Träume, und am Ende muss man eine sehr schwere Entscheidung treffen. Das waren die letzten Spiele, die mich emotional wirklich gekriegt haben. Ansonsten habe ich einfach keinen Spaß mehr daran.
Die Quantic-Dream-Spiele habe ich alle gespielt, das war immer genau mein Ding. Trotzdem habe ich immer mehr das Gefühl, dass es eher an mir liegt. Ich sehe Spiele mittlerweile als Zeitverschwendung, weil man 40 Stunden in etwas Digitales steckt – und diese 40 Stunden fühlt sich an wie verlorene Lebenszeit.
Bin ich zu alt geworden?
Warum war das früher kein Problem?
Liegt es an mir – oder sind die Spiele einfach schlechter geworden?