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Klausur schreiben Uni?

Guten Morgen! 

Aktuell studiere ich Wirtschaftspsychologie im ersten Semester. Jedoch finde ich die Psychologieelemente einfach doof gestaltet und es fehlt komplett die Verbindung zur Wirtschaft. 

Daher möchte ich ab dem SoSe BWL an einer Target Uni studieren. Hab mich schon beworben, jedoch noch keine Zusage (da die Fristen noch nicht durch sind). Jedoch gehe ich davon aus angenommen zu werden. Ich habe einen Abi Schnitt von 1,3 und in den letzten Jahren lag der Nc meist so konstant bei 1,8/1,9. daher sollte das eigentlich gehen.

Jetzt geht es um die Klausuren in diesem WiSe noch. Ich schreibe bwl, Englisch und Statistik auf jeden Fall. Jedoch möchte ich an sich eher ungern meine beiden Psychologiemodule schreiben. Hatte in den Probeklausuren zwar in beiden ne 1,3. aber die Klausuren liegen doof. Denn ich schreibe an einem Tag beide.. und so gerne mag ich die Module ja eh nd..

Problem: für den Fall, dass ich nd genommen werden würde, müsste ich die ja theoretisch mitschreiben. 

Würdet ihr die mitschreiben? Oder was würdet ihr machen? Ich muss mich halt bis zum 18.01 abmelden.. aber bis dahin habe ich noch keine Zusage.. 

Und NEIN, ich bin kein fauler Student, der einfach keine Klausuren schreiben will. Ich bin wahrscheinlich fleißiger, als 99% meiner Kommilitonen und ich bin auch sehr gut.. 

danke!

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Was ist euer Rat?

Ich bin 19 Jahre alt und studiere aktuell im 1. Semester International Business an einer Hochschule in Bochum. Inhaltlich habe ich mit dem Studium keine großen Probleme. Mir gefällt der wirtschaftliche und internationale Fokus, also viel Englisch und idealerweise auch ein Auslandsjahr. Generell liegen mir Mathe und Englisch vor allem.

Meine Zweifel beziehen sich eher auf den Ruf der Hochschule. Sie gilt nicht als besonders renommiert, und gerade bei wirtschaftlichen Studiengängen frage ich mich, ob das später Nachteile auf dem Arbeitsmarkt haben könnte. Außerdem ist der Studiengang zwar international beworben, aktuell finden aber nur zwei von fünf Modulen auf Englisch statt. Und auch die Professoren überzeugen mich nicht.

Ich überlege deshalb, ob ich mir diese Sorgen zu Unrecht mache oder ob ein Wechsel sinnvoll wäre. Studiengänge wie Management and Data Science an der TUM würden mich inhaltlich sehr ansprechen, allerdings kann ich momentan nicht nach München ziehen. Daher schaue ich nach Alternativen in NRW, zum Beispiel an der RWTH Aachen. Aachen ist nur etwa eine Stunde entfernt, ein Umzug wäre machbar. Dort würde ich wahrscheinlich BWL bzw. Business Administration studieren.

Insgesamt bin ich sehr unsicher, ob ich das aktuelle Studium durchziehen oder jetzt noch wechseln sollte. Die meisten Studiengänge beginnen ja erst zum Wintersemester. Sollte ich also das Sommersemester noch durchziehen und danach entscheiden?

Was würdet ihr mir raten?

Berufswahl, Bachelor, BWL, Informatik, Universität

Unsicher mit dem Studium?

Hallo zusammen,

ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Produktion und Logistik. Ich bin aktuell im 3. Semester und habe bereits 9 Prüfungen bestanden. In diesem Semester werde ich weitere 4 oder 5 Prüfungen schreiben.

Schon immer wollte ich Ingenieurin werden. Eigentlich wollte ich Bauingenieurwesen studieren, aber mein NC hat dafür nicht gereicht und ich kann leider nicht umziehen. Außerdem habe ich gemerkt, dass der Gedanke, ständig auf Baustellen arbeiten zu müssen, nicht wirklich zu mir passt. Für mich persönlich – auch als Frau – fühlt sich das nicht richtig an.

Deshalb habe ich mich für Wirtschaftsingenieurwesen entschieden. Ich habe mir eingeredet, dass mir dieser Studiengang gefallen wird, und ehrlich gesagt waren einige Module im ersten und zweiten Semester auch wirklich interessant. Allerdings merke ich immer mehr, dass mich zum Beispiel der Bereich Logistik überhaupt nicht interessiert. Eigentlich wollte ich stärker in eine technische Richtung gehen, weiß aber nicht genau, welche beruflichen Möglichkeiten ich dort später habe.

Ich wünsche mir einen Beruf, in dem ich viel rechne, der technisch geprägt ist und gleichzeitig abwechslungsreich bleibt. Ich habe große Angst, dass ich es später bereuen werde, Wirtschaftsingenieurwesen studiert zu haben und nicht Bauingenieurwesen. Ich fürchte, dass mich mein späterer Beruf unglücklich machen könnte und ich mit mir selbst unzufrieden sein werde, weil ich von Anfang an das Gefühl hatte, dass dieser Studiengang mich nicht vollständig erfüllt.

Gleichzeitig möchte ich aber auch weitermachen, weil ich keine Zeit „verlieren“ will. Wenn ich jetzt noch zu Bauingenieurwesen wechseln würde, habe ich Angst, sehr lange zu studieren und vielleicht erst nach 12 Semestern fertig zu werden.

Ich stecke also zwischen Vernunft und Gefühl fest: Einerseits will ich mein begonnenes Studium abschließen, andererseits habe ich Angst, mich langfristig für den falschen Weg entschieden zu haben. Ist es normal, dass man solche Gefühle und Angst hat? Ich finde niemanden der mir helfen kann

Bachelor, Universität

WIng, Ing, WInfo oder WiWi studieren?

Kann mich nicht zwischen diesen Studienrichtungen entscheiden. Ich verfüge grundsätzlich über eine hohe Mathe- und Physik-Affinität und kann mich auch für diese Bereiche begeistern (außer vllt für analytische Geometrie & Optik). Mit Technik bin ich in der Schule allerdings nie richtig in Berührung geraten und weiß nicht, ob ich mich dafür begeistern kann, insbesondere was die Praxis angeht, Theorie ist ja sehr rechenlastig (habe einige Übungen an ner Uni für ET&IT besucht).

Informatik hatte ich mal in der 8. Klasse als WP, da mussten wir z.B. so‘n Lego-Roboter mit Arduino programmieren, wenn ich mich richtig erinnere. Das war nicht wirklich meins, weshalb ich auch kein Informatik in der Oberstufe gewählt habe. Grundsätzlich habe ich auch sehr viel Angst, dass mein IT-Job von einer KI übernommen wird und überflüssig wird, insbesondere weil ich nicht reine Informatik studieren möchte, aber das mit der KI betrifft auch die anderen Studiengänge, die für mich infrage kommen, was mich ebenfalls sehr verunsichert. Aber KI wird früher oder später wahrscheinlich so gut wie jeden Beruf revolutionieren.

Was Wirtschaft angeht bin ich so mittelmäßig interessiert. Ich finde es irgendwie ein bisschen „cringe“, wenn Leute davon sprechen irgendwelche UB/IB mit 100 k € + werden zu wollen oder allgemein auch die Begriffe Highperformer/Lowperformer. Außerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich mich auf Dauer unterfordert fühlen werde, habe gleichzeitig aber auch Angst, dass Ing oder WIng mich überfordert.

Ich würde grundsätzlich auch lieber in die Verwaltung gehen wollen (wegen der Jobsicherheit + weniger Stress) als in die freie Wirtschaft und mich verbeamten lassen. Ich weiß, dass v.a. für letzteres eher ein duales Studium in der Verwaltung infrage kommen würde, allerdings wäre mir das zu viel Auswendiglernen & Gesetze und zu wenig Mathe. Beim dualen Studium Verwaltungsinformatik werde ich in meiner Stadt leider nicht verbeamtet. Allgemein stören mich aber bei dualen Studiengängen, dass es schwierig ist, danach noch einen Master zu machen, wenn man schon arbeitet (v.a. weil es auch keinen Master für Verwaltungsinformatik gibt bzw. nur in Bayern, was viel zu weit weg ist).

Deshalb kommt für mich primär eigentlich nur ein Studium an einer Uni infrage. An meiner Uni muss ich mich dann entscheiden zwischen: Wirtschaftsingenieurwesen ET & IT (fast alle Module aus ET & IT mit zusätzlichen Wirtschaftsmodulen), Wirtschaftsingenieurwesen Produktionstechnik (nur 5 Module aus Produktionstechnik verteilt aufs ganze Studium, Schwerpunkt wählen zwischen WiWi oder Produktionstechnik im 3. Semester), ET&IT, Wirtschaftsinformatik (1-2 Informatikmodule pro Semester) & Wirtschaftswissenschaften.

Sorry für den langen Text und danke, dass ihr das bis hier durchgelesen habt. Über Tipps zu meiner Studienentscheidung würde ich mich sehr freuen, insbesondere, wenn ich auch einen dieser Studiengänge studiert oder studiert habt.

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Studienwahl und zurück zu Eltern ziehen?

Hallo Leute, ich studiere seit Oktober 2025 ca. 500km weg von meinem Elternhaus in Kiel an der CAU Lehramt Deutsch & WiPo. Es war meine Entscheidung herzukommen, habe mich auf den Umzug und die neue Freiheit gefreut, wollte unabhängiger werden.

Das Studium gefällt mir hier auch, ausser das Fach Deutsch, aber ich habe nette Kommilitonen kennengelernt, neue Freunde gefunden, die Uni find ich super und das Umfeld auch wenn ich mich oft sehr einsam fühle.

Trotzdem habe ich noch extrem Heimweh, das mich psychisch sehr stark belastet. Ich hatte schwere Depressionen, sowie Anorexie, oft habe ich gemerkt, dass es mir psychisch allein in meiner Studentenwohnung nicht gut ging und ich habe angefangen, insbesondere in der Weihnachtszeit wieder rückfällig zu werden. Dort konnte ich mich allein hinauskämpfen...

Über die Feiertage bin ich dann zu meinen Eltern nach NRW gefahren, nun habe ich unfassbare Schwierigkeiten wieder zurück nach Kiel zu fahren, ich habe angst, wieder rückfällig werden zu können. Meine Eltern meinten, ich sei momentan so unstabil, dass ich zum Sommer wieder zurückkommen sollte.

Mir wird auch sehr oft gesagt, ich sei nicht für den Lehrerberuf geeignet. Ich habe es damals gewähl, da ich sehr gerne erkläre, sowie Nachhilfe gebe und es eine sichere Alternative darstellte. Nun habe ich von einer Hochschule, sowie einer Uni in der Nähe meines Elternhauses ein Angebot bekommen, dort ab Sommer Wirtschaftsinformatik zu beginnen.

Dieser Studiengang war damals auch in der engeren Auswahl- mir wird gesagt, das würde viel besser zu mir passen. Ich bin analytisch, eher introvertiert und ehrlich gesagt habe ich ein bisschen Angst vor einer ganzen Schulklasse alleine zu stehen und so viel Verantwortung sowie soziale interaktion zu tragen...

Ich weiss gerade nicht, was ich tun soll. Lehramt ist relativ sicher, Winfo habe ich zwar auch viele Möglichkeiten aber sieht die Zukunft in diesem Bereich wirklich lohnenswert aus? Es wäre mein VIERTER Studienwechsel, zudem wieder zurück zu meinen Eltern. Meine Eltern haben da nichts gegen, im Gegenteil.

Ich finde aber, mit 22 wieder zurück wäre irgendwie ein Rückschritt, ich würde mir spätestens im Juni eine Wohnung nähe der neuen Stadt suchen. Vorteil: nicht weit weg von der Heimat wie Kiel. Nachteil: Umzug von Kiel wieder zurück, wieder neue Uni, wieder bei 0 starten...

Eigentlich kommt mir letzteres sinnvoller vor, aber ich bin jetzt schon ziemlich überzeugt davon, das ich gehen möchte und frage mich, ob es sich wirklich lohnt...

Ich bin gerade ratlos... sollte ich nun beim Lehramt bleiben und in Kiel oder zurück zu meinen Eltern ziehen (als kurzfristige Übergangslösung) und Winfo in der Nähe meiner Heimat studieren?

Bitte konstruktive Antworten, auch womit ich die besseren Chancen habe, bezüglich Sicherheit im Beruf, sowie Gehalt da mich Lehramt als auch Wirtschaftsinformatik wirklich sehr interessieren.

Wirtschaftsinformatik nähe der Heimat 80%
Lehramt WiPO/Deutsch in Kiel 20%
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Referendariat/Lehrerjob Sek II machbar/lohnenswert (Berlin)?

Ich wollte schon immer Lehrerin an Gymnasien werden und überlege gerade, mit dem Studium (Deutsch/Chemie) anzufangen. Aber je mehr ich mich über Erfahrungen informiere, desto mehr werde ich von dem Job und dem Referendariat abgeschreckt, weil ich in 99% der Fälle unfassbar negative Erfahrungen lese (von wegen psychisch extrem belastend und direkt nach 2 Wochen im Ref gemerkt, dass man die letzten 5 Jahre etwas studiert hat, was man mental komplett unterschätzt hat, bezogen auf Schüler, Kollegium, Eltern, extrem hoher Zeitaufwand, wenig Gehalt, keine Wertschätzung, strenge Benotung).

Außerdem habe ich gehört, dass bei Gymnasien sogar ein Überschuss herrscht und es die Hölle sein soll, nach dem Ref eine Stelle zu bekommen und dazu das Geld nicht fair ist, nachdem man quasi 6einhalb Jahre lang ausgebildet wurde. Vor allem mit dem Fach Deutsch, weil das zum einen viele unterrichten wollen und es auch einen extrem hohen Korrekturaufwand gibt, der einen sehr überfordern und belasten kann.

Seitdem habe ich viele Zweifel, ob das das Richtige für mich ist, weil mir Jobsicherheit und sicheres Geld (muss nicht viel sein, sondern ausreichen) sehr wichtig ist und ich auch Angst habe, das Ref psychisch gar nicht durchstehen zu können.

Gerne ehrliche Erfahrungen von euren Refs/derzeitigen Jobs an Gymnasien (am besten in Berlin) :)

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Geht es so wirklich zu auf dem Gymnasium?

Lehrer (mit zerbrechender Stimme vor Erwartung):

Martinius… würdest du uns bitte ein kurzes Resümee deiner Hausaufgaben darbieten?

Martinius (schiebt imaginären Monokel zurecht):

Natürlich. Natürlich.

Martinius:

Ich habe meine Hausaufgaben eloquent, konsequent und mit einer Präzision vollendet, die selbst Atomuhren in Verlegenheit bringt. Exakt 48,5 Minuten und 77 Nanosekunden – nicht mehr, nicht weniger. Eine Herausforderung? Für mich? Gewiss nicht. Es war eher eine… intellektuelle Aufwärmphase.

Martinius:

Selbstverständlich habe ich auf primitive Hilfsmittel wie ChatGPT verzichtet. Erstens, weil mein Gehirn sich im permanenten Wissens‑Modus befindet. Und zweitens, weil mir die vollständige Lexikon‑, Enzyklopädie‑, Almanach‑, Pergament‑ und Schlagwerkssammlung meines Ururgroßvaters – gedruckt auf handgeschöpftem Papier aus dem 18. Jahrhundert – vollkommen genügte.

Martinius (mit aristokratischer Gravitas):

Man sollte außerdem erwähnen: Meine Familie entstammt acht Generationen zurück einem Fürstentum. Ich sehe mich daher weniger als gewöhnlichen Schüler… sondern vielmehr als resonanten Knotenpunkt einer akademisch‑adligen Wissensdynastie. Ein lebendes Archiv. Ein genealogischer Leuchtturm. Natürlich. Natürlich.

Lehrer (zittert leicht, Träne im Augenwinkel):

Martinius…

Das war… tadellos.

Fehlerfrei.

Geradezu… epochal.

Lehrer:

Du bist nicht nur Vorreiter dieser Klasse, sondern ein monumentales Gegenargument gegen Bescheidenheit. Ein Geschenk an die Pädagogik. Ein Triumph der Gene.

Lehrer (verneigt sich minimal):

So lobe ich es mir, dich zu loben.

*(Dieser Beitrag ist Satire)

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Welche Möglichkeiten gibt es mit einem ausländischen Masterabschluss in Deutschland?

Hallo zusammen,

ich habe einen Masterabschluss aus dem Ausland im Bereich Kulturgüter-restaurierung.

Während meines Studiums habe ich mit der Restaurierung und Untersuchung verschiedener Materialien gearbeitet. Ein wichtiger Bestandteil war dabei die laborbasierte Arbeit, insbesondere die Analyse, Auswahl und Bewertung von Restaurierungs- und Konservierungsmaterialien sowie deren praktische Anwendung.

Aktuell überlege ich, welcher Weg in Deutschland realistisch und sinnvoll ist. Mein Ziel ist es, möglichst zeitnah beruflich tätig zu werden. Grundsätzlich bin ich offen für weitere Qualifizierung, z. B. auch für eine Ausbildung.

Ein weiteres Masterstudium in Deutschland sehe ich eher kritisch, vor allem aus zeitlichen und finanziellen Gründen, da nach dem Studium häufig noch eine Übergangsphase zur Arbeitssuche folgt.

In diesem Zusammenhang frage ich mich, ob eine längere Ausbildungsphase in meiner aktuellen Lebensphase sinnvoll ist. Zudem hört man oft, dass ein früher Einstieg in Ausbildung oder Beruf in Deutschland vorteilhaft sei – ich bin mir jedoch unsicher, wie relevant dieser Faktor in der Praxis wirklich ist.

Bezüglich einer Ausbildung frage ich mich, wie realistisch meine Chancen als Nicht-EU-Bewerberin sind, da mein Hintergrund nicht aus klassischen technischen, IT-, Pflege- oder Handwerksberufen stammt und Deutsch nicht meine Muttersprache ist. Gleichzeitig interessiert mich, ob ein direkter oder schrittweiser Quereinstieg in praxis-, material- oder laborbezogene Tätigkeiten möglich sein könnte.

Zu meiner Sprachsituation: Mein Deutschniveau liegt bei B2. Den Hörverstehen-Teil habe ich bereits bestanden, die übrigen Prüfungsteile werde ich in naher Zukunft erneut ablegen.

Mich interessieren vor allem realistische Einschätzungen aus der Praxis, gerne auch von Personen mit einem nicht-technischen ausländischen Abschluss.

Vielen Dank für eure Hinweise!

Arbeit, Berufswahl, Universität

Bekomme ich mit 3 abgebrochenen Studien eine Ausbildung?

Hallo,

kurz zu mir: ich habe mein Abitur an der FOS mit 1,7 gemacht im Wirtschaftszweig, der mich immer sehr interessiert hat.
Danach ein Jahr lang gejobbt, dann ein Studium Soziale Arbeit begonnen, da jeder meinte, das passt so gut zu mir.. habe aber festgestellt, dass meine Einschätzung richtig ist und mich eher wirtschaftliches interessiert. Nach einem Jahr das Studium der sozialen Arbeit abgebrochen und mich an einer Uni für BWL eingeschrieben.
und ab hier ging es los… durch den Tod meiner Eltern kurz vor Unistart haben mich große psychische Probleme eingeholt, die ich lange verdrängt habe. Dazu kam auch noch eine Abtreibung, welche mich sehr belastet hat. Das Ganze wurde immer schlimmer. Habe tatsächlich an der Uni keinen einzigen Credit Point erworben, obwohl ich 2 Jahre lang „ studiert“ habe. Bin dann zum Glück iwann etwas zur Vernunft gekommen, Psychologen gesucht. Nach den 2 Jahren ein halbens Jahr Teilzeit im Einzelhandel gearbeitet und versucht mir wieder zu restaurieren, was auch gelungen ist.
Habe mich dann für BWL an einer Hochschule eingeschrieben und dort wieder von 0 gestartet. Hatte leider erstmal ziemlich Probleme, mich an das Tempi zu gewönnen, da ich lange draußen war. Außerdem gab es eine Klausur- Mikroökonomie , mit welcher ich mich sehr schwer getan habe und die man nur 2 mal wiederholen konnte. Nachdem ich das1. mal durchgefallen war, setzte ich mein Hauptaugenmerkmal ganz darauf, diese Klausur zu bestehen, um nicjt exmatrikuliert zu werden. Leider habe ich diese wieder nicht bestanden, obwohl die Vorbereitung so gut lief. In der Klausur war ich total dicht. Nun habe ich wieder 2 (!)Jahre lang studiert für nichts. Bin nun 27 Jahre alt.
ich würde gerne meinen Traum, Steuerfachwirtin zu werden, weiterverfolgen und eine Ausbildung als Steuerfachangestellte machen. Nur, nimmt mich da überhaupt jemand? Mit 2 abgebrochenen BWL Studien im Lebenslauf und noch einem 3. abgebrochenen fachfremden Studium?
Wenn man meinen Lebenslauf sieht, sieht das sehr sehr schlecht aus und danach, als würde ich nichts zu Ende bringen. Kann ich anbieten, dass ich gerne kostenlos längere Zeit Probe arbeite, um den Arbeitgeber dazu zu überzeugen, dass mein Lebenslauf nicht mich widerspiegelt und ich es wert bin, eine Ausbildung anfangen zu dürfen? Kann ich sowas ins Anschreiben schreiben?
wie schätzt ihr meine Chancen ein?
schneesturm2000

Bewerbung, Ausbildung, Universität, Studienabbruch

Wie bewertet ihr das als neutraler Dritte in Technik?

Ich wollte wissen, ob es von mir dumm war, damals nicht auf die Idee zu kommen, dass es auch Jobs als Qualitätsingenieur gibt.

Gerade mit ADHS passen diese Tätigkeiten eigentlich sehr gut zu meinem Profil.

2018 war ich als Migrant im Master Maschinenbau immatrikuliert (Bachelorabschluss im Ausland). Zu dieser Zeit hatte ich einen regelrechten Tunnelblick: Für mich gab es im Maschinenbau nur Konstruktion, FEM oder klassische Entwicklung.

Auch im Studium selbst wurden fast ausschließlich diese Richtungen abgebildet. Die angebotenen Spezialisierungen waren zum Beispiel:

  • Konstruktionstechnik und Produktentwicklung
  • Produktionstechnik und Produktionsprozesse
  • Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik
  • Angewandte Mechanik und Thermodynamik
  • Montage-, Füge- und Fördertechnik
  • Systems Engineering und Arbeitsorganisation
  • Fahrzeugtechnik

Ein klarer Bezug zu Qualitätssicherung oder Qualitätsmanagement wurde dabei nie hergestellt.

Erst jetzt, im Jahr 2025, bin ich im Rahmen eigener Recherchen auf die Idee gekommen, dass Qualitätsingenieur-Jobs für mich infrage kommen könnten.

Meine Frage ist daher: Habe ich damals einen Fehler gemacht?

Ich habe viel recherchiert, viele Leute gefragt und mich intensiv mit Themen wie Werkzeugmaschinen, Entwicklung, Konstruktion und FEM beschäftigt. Trotzdem hat mir nie jemand die Richtung QA-/Qualitätsingenieur empfohlen.

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BWL vs Wirtschaftsinformatik?

Ich studiere derzeit Lehramt WiPo und Deutsch, merke allerdings dass ich später nicht gerne als Lehrerin arbeiten möchte. Vermehrt wird mir von meinem Umfeld gesagt, ich wäre nicht als Lehrerin geeignet. Soll ich weitermachen (1.Semester) oder den Wechsel:

Bachelor Bwl an Uni Kiel oder zurück zu meinen Eltern in die heimat und an einer Hochschule Wirtschaftsinformatik beginnen? 

Zu mir: mich interessiert Wirtschaft, internationales. BWL würde ich mich in den Bereich Wirtschaftsinformatik oder Finance spezialisieren. Master dann auch in einem dieser Bereiche.

Man liesst ja immer wieder, dass BWLer sehr geringe Chancen haben. Wirtschaftsinformatik passt ausgehend von den Aussagen verwandter super zu mir. Hier wie gesagt an einer Hochschule (Mathe machbar, Programmierung bin ich ohnehin gewillt zu lernen).

Als Frau hat man im MINT Bereich auch viele Möglichkeiten und ich sehe hier eine sehr breite Möglichkeit, auch im Ausland. Ich würde im Bereich Beratung/ Consulting oder Cyber Sicherheit arbeiten möchten.

Hier wäre nur der Nachteil, dass ich derzeit in Kiel im Wohnheim sehr preiswert wohnen kann (ca 300 Euro alles inklusive). Für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule müsste ich ausziehen, zurück zu meinen Eltern in mein altes "Kinderzimmer". Pendelzeit zur Hochschule mit der Bahn und Bus circa 1h 30 Minuten pro Strecke, ich würde mir in diesem Falle warscheinlich ein Auto leasen oder zulegen.

Kiel ist von meiner heimat circa 600KM entfernt, ich vermisse meine Heimat ehrlich gesagt auch etwas und mag es nicht wirklich, so weit von Familie entfernt zu leben- aber wäre es nicht ein totaler Rückschritt wieder zu den Eltern zu gehen?

Vorteil wäre hier, dass ich (aufgrund zurückliegender schwerer Depressionen, einer weiteren psychischen Erkrankung) Bezugspersonen habe. In Kiel hatte ich Phasen, wo ich angst hatte, wieder rückfällig zu werden, konnte mich aber wieder fangen.

Was würdet ihr mir nun empfehlen? Bezogen auf Berufschancen, master Möglichkeiten, Gehalt sowie persönlich?

  1. Lehramt bleiben, dann Master in spezialisiertem Bereich
  2. Wechsel BWL Uni Kiel (Wiinfo Spezialisierung) und im Wohnheim bleiben
  3. Wechsel Wiinfo Hochschule, zurück zu Eltern ziehen

Bitte konstruktive Antworten, gern auch von Leuten mit Erfahrung :)

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Physik studieren?

Hallo!

Ich weiß, dass diese Frage schon öfters gestellt wurde, aber etwas anders.

Seitdem ich 12 bin, will ich eigentlich Astrophysikerin werden. Seitdem ich mich erinnern kann, habe ich schon immer gerne verstehen wollen, warum Sachen sind, wie sie sind. Damals habe ich aber nicht gewusst, dass man das “Physik” nennt. Mit 8 hat mich die Frage, ob wir alleine in Universum sind, sehr interessiert, aber natürlich interessiert dies viele Menschen und ist kein Grund, eine Karriere als Astrophysiker/in anzustreben. Über diese Sachen habe ich dann oft lange mit meinem Onkel, der gerne Physik und auch Philosophie hobbymäßig betreibt, diskutiert.

Als ich ins Gymnasium kam gefiel mir der Physikunterricht nicht, da ich mit dem System nicht wirklich klarkam. Beispiel: “Warum fällt der Stift, wenn ich ihn loslasse, auf den Boden?!” Antwort: “Wegen der Gravitation.”…Super, danke, aber was ist Gravitation? Das kann doch nicht einfach so sein, das ist doch keine Erklärung!

Natürlich ist mir klar, dass man einem 12 Jährigen nicht die Relativitätstheorie erklären kann, aber man hätte ja die Grundidee erwähnen können…Glücklicherweise stoß ich in dieser Zeit auf so einige Videos im Internet, aber mir wurde schnell klar, dass man dies nicht als Quelle nehmen kann, also begann ich in der Schule mehr nachzufragen, Artikel zu lesen und kaufte mir auch Bücher. Je mehr ich über Physik las, desto faszinierender wurde es, da man Dinge leichter verstehen kann.

Jetzt bin ich in der 11ten Schulstufe und habe angefangen, mir zB Dimensionen, die Suche nach extraterrestischem Leben anzuschauen oder auch die ein oder andere Diplomarbeit über physikalische Theorien zu durchforsten. Mir bereitet dies sehr viel Spaß. In der Schule frage ich nun nochmals genauer nach, weswegen mein Professor mir dann zB die mathematische Erklärung auf E-Mail schickt, aber ich mir mit dieser hohen Mathematik noch schwer tue. Derzeit lese ich auch den “Doppler-Effekt” von Maurizio Musso und E.Hiebl aber auch hier ist die Mathematik eine Hürde und wenn ich nachfrage, meint mein Lehrer, dass ich das noch nicht verstehen kann, weil wir sowas noch nicht ansatzweise gelernt haben…

Meine Probleme sind auch, dass ich mir generell nicht viel zutraue. Auch das Gymnasium wurde mir wegen meines Selbstwertes abgeraten, obwohl ich jedes Jahr (Mit Außnahme in jenem Jahr, in dem ich ein Semester stationär behandelt wurde und deswegen nur einen guten Erfolg erzielte) mit ausgezeichneten Erfolg bestanden habe.

Zudem rege ich mich vor Prüfungen gerne sehr auf und dann kann es zB bei einer Physikprüfung vorkommen, dass ich zwar Beispiele und physikalische Vorgänge gut erklären kann, aber dann bei so kleinen Beispielen, die ich zu ungenau lese, meine Punkte verliere (Bsp: Statt Änderungen Zustände hingeschrieben).

Mir ist klar, dass das Physikstudium und anschließend das Astrophysikstudium kein Zuckerschlecken ist und dass die Noten in der Schule nich viel aussagen. Ich bin auch bereit dazu, an einem Problem mehrere Wochen zu sitzen und auf Freizeit zu verzichten. Ich bin auch bereit dazu, nach einem Scheitern wieder aufzustehen. Ich möchte auch nicht Physik studieren, weil die Dokus auf “Arte Doku” so schöne Bilder zeigen oder wegen einer “Physik-Ästetik”, die auf den sozialen Medien so weit verbreitet ist.

Ich möchte Physik studieren, weil ich verstehen will, warum die Welt so ist, wie sie ist (im Sinne von wie dies erklärt wird, nicht im Sinne von “Ja, weil Gott es so gemacht hat…”). Ich möchte Physik studieren, weil ich Antworten und Beweise für Fragen haben möchte.

Ich habe nur Angst, dass ich das nicht schaffen kann, da fast Alle, die hier auf Frageplattformen antworten, von einem Physikstudium abraten. Ich möchte das schon so lange studieren aber habe bedenken, da ich kein Wunderkind bin, nur weil ich gut in der Schule bin. Andere verstehen Dinge immer besser als man selber und wenn ich mich mit denen vergleiche, so komme ich mir vor wie ein Küken neben einem T-Rex. Andere kommen mit der Mathematik hinter dem Doppler-Effekt sicher klar, nur ich bin wieder mal bildungsresistent…

Auch wenn mir mein Umfeld sagt, ich solle es versuchen, möchte ich eventuell die Meinung von Menschen, die sich damit befassen, wissen.

Würdet ihr mir auch vom Studium abraten?

Vielen Dank im Voraus!

Astronomie, Astrophysik, Physik, theoretische Physik, Universität, versagensangst

Lohnt sich ein Master in Germanistik noch? Berufsaussichten, Staat vs. Privatwirtschaft & realistisches Einstiegsgehalt?

Hallo zusammen,

ich studiere derzeit Germanistik und mache dieses Jahr meinen Bachelorabschluss. Anschließend plane ich, einen Master zu machen. Trotzdem bin ich zunehmend verunsichert, wie meine beruflichen Perspektiven danach tatsächlich aussehen.

Ich kann mir gut vorstellen, später in staatlichen Institutionen zu arbeiten, z. B.:

  • Bürgeramt
  • Ausländerbehörde
  • Innenministerium
  • Konsulat / Auswärtiger Dienst

Alternativ kämen für mich auch private Unternehmen infrage, sofern Gehalt und Entwicklungsmöglichkeiten stimmen.

Neulich habe ich mich mit zwei Freunden unterhalten:

  • Einer studiert BWL
  • Der andere arbeitet bei einem großen Versicherungskonzern (nicht Continental, aber ebenfalls Konzernstruktur)

Der Freund im Versicherungskonzern ist etwa in meinem Alter. Er hat nach der Schule eine Ausbildung gemacht, ist anschließend im Unternehmen geblieben und verdient jetzt – nach ca. 2 Jahren Berufserfahrung – rund 3.000 € netto.

Als ich erzählt habe, dass man nach 4 Jahren Bachelor + 2 Jahren Master realistisch eher mit ca. 2.000–2.400 € netto einsteigt (je nach Branche und Region), meinten beide, das sei sehr wenig im Verhältnis zur langen Studienzeit von insgesamt 6 Jahren, vor allem, wenn man bedenkt, dass viele „normale“ Ausbildungsberufe heute bereits ähnliche oder teilweise sogar höhere Nettoeinstiege ermöglichen.

Das hat mich ehrlich gesagt nachdenklich gemacht.

Meine Fragen:

  1. Ist Germanistik (auch mit Master) ein eher schwieriges Fach auf dem Arbeitsmarkt, oder hängt der Erfolg stark von Zusatzqualifikationen und dem konkreten Berufsfeld ab?
  2. Welche realistischen Berufsfelder gibt es für Germanisten außer Lehramt (z. B. Verwaltung, Ministerien, internationale Institutionen, Wirtschaft)?
  3. Lohnt sich ein langes Studium finanziell erst sehr spät, verglichen mit einer Ausbildung in einem Konzern?
  4. Was ist ein realistisches Einstiegsgehalt nach 6 Jahren Studium (Bachelor + Master), insbesondere im öffentlichen Dienst im Vergleich zur Privatwirtschaft?
  5. Hat man mit Germanistik langfristig dennoch gute Aufstiegs- und Verdienstchancen, oder bleibt das Gehaltsniveau eher begrenzt?

Mir geht es nicht darum, schnell reich zu werden, sondern um eine realistische Einschätzung, ob sich dieser Weg langfristig lohnt oder ob man strategisch anders planen sollte.

Ich freue mich über ehrliche Einschätzungen, Erfahrungen und Tipps.

Vielen Dank!

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Wirtschaftswissenschaften Frankfurt jetzt oder VWL Mannheim später – was ist strategisch besser für Master (LSE/NYU) & Karriere?

Hallo zusammen,

ich stehe aktuell vor einer wichtigen Studienentscheidung und würde mich über ehrliche, realistische Einschätzungen freuen – gerne auch von Leuten mit Uni- oder Auslandserfahrung.

Kurz zu mir:

  • Abi: 2,4
  • Ziel langfristig: Top-Master im Ausland (z. B. LSE oder NYU) im Bereich Economics/Finance
  • Danach idealerweise quantitativer Finance-/Economics-Job (Investment Banking, Asset Management, ggf. später Hedgefonds)
  • Mathematisch interessiert, aber kein reiner Mathe-Studiengang mehr

Meine Optionen:

Option 1:

Zum Sommersemester jetzt starten mit

➡️ Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) an der Goethe-Uni Frankfurt

– mit klarem VWL/Economics- & Ökonometrie-Fokus

– Vorteil: sofortiger Start, Frankfurt als Finance-Standort

– Nachteil: kein formal „reiner“ VWL-Bachelor

Option 2:

Warten bis Wintersemester und versuchen

➡️ Volkswirtschaftslehre (B.Sc.) / Economics in Mannheim

– Vorteil: sehr starker Ruf in VWL/Economics, international klarer Titel

– Nachteil: späterer Start + unsichere Zulassung mit Abi 2,4

Meine konkreten Fragen:

  1. Was ist strategisch besser für meine Ziele (Top-Master + Finance-Karriere):
  2. Frankfurt WiWi jetzt oder Mannheim VWL später?
  3. Wie relevant ist der Bachelor-Titel wirklich für LSE/NYU, wenn Noten & quantitative Kurse sehr gut sind?
  4. Wie realistisch ist eine Zulassung in Mannheim mit 2,4 Abi (inkl. Nachrücken)?
  5. Würdet ihr eher sofort anfangen und Leistung zeigen oder auf den „perfekteren“ Studiengang warten, auch wenn er nicht sicher ist?

Mir geht es nicht um Prestige um jeden Preis, sondern um den Weg mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit für meine Ziele.

Danke euch schon mal für sachliche Einschätzungen 🙏

Bachelor, NC, Universität

Wie kann man den Start ins Masterstudium in Deutschland finanzieren, wenn man aus dem Ausland kommt?

Hallo zusammen,

ich bin deutscher Staatsbürger und studiere derzeit Germanistik in der Türkei. Ich plane, meinen Master in Deutschland zu machen. Meine Familie lebt weiterhin in der Türkei, da wir gemeinsam ausgewandert sind. Während des Studiums wären meine Schwester und ich (21 und 23 Jahre) finanziell vollständig auf uns allein gestellt.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir direkt aus dem Ausland nach Deutschland kommen und zunächst keinen eigenen Wohnsitz in Deutschland haben. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand gibt es keine automatische staatliche Unterkunft, nur weil man aus dem Ausland kommt oder keinen Wohnsitz hat. Ich könnte vorübergehend bei Bekannten unterkommen, das wäre jedoch nur eine sehr kurzfristige Übergangslösung.

Wir möchten zusammen in einer eigenen Wohnung leben (kein Wohnheim, keine WGs). Unsere geplanten monatlichen Einnahmen wären ungefähr:

  • ca. 500 € Kindergeld insgesamt
  • BAföG ca. 500–1.000 € pro Person (geschätzt)
  • Minijob ca. 600 € pro Person

Mein größtes Problem ist das Startkapital, da gerade am Anfang sehr hohe Kosten anfallen:

  • Kaution (meist 2–3 Monatsmieten)
  • erste Miete
  • Möbel & Haushaltsausstattung (gebrauchte Möbel reichen völlig)
  • weitere Ausgaben wie z. B. Führerschein, Versicherungen usw.

Da ich nur bis zum Abschluss meines Masters in der Wohnung bleiben werde, möchte ich keine neuen Möbel kaufen, sondern alles möglichst günstig und gebraucht besorgen. Trotzdem weiß ich nicht, wie ich diese Anfangskosten finanzieren soll – vor allem, weil BAföG-Anträge oft mehrere Monate dauern, bis Geld ausgezahlt wird und man dafür in der Praxis oft bereits einen Wohnsitz braucht.

Zusätzlich habe ich gehört, dass BAföG und Wohngeld sich gegenseitig ausschließen, weshalb ich unsicher bin, ob es hierfür Alternativen gibt – insbesondere für die Anfangsphase ohne festen Wohnsitz.

Meine Fragen:

  1. Gibt es staatliche oder kommunale Übergangslösungen, z. B. befristete Unterkünfte oder Unterstützung, wenn man als deutscher Staatsbürger aus dem Ausland kommt und noch keinen Wohnsitz hat?
  2. Wie realistisch ist die Wohnungssuche für zwei Studierende, die noch im Ausland sind bzw. gerade erst nach Deutschland kommen?
  3. Gibt es Möglichkeiten, Kaution und Erstausstattung zu finanzieren, ohne sich langfristig zu verschulden?
  4. Wie habt ihr persönlich die Zeit vor der ersten BAföG-Zahlung überbrückt, insbesondere ohne festen Wohnsitz?

Ich wäre sehr dankbar für Erfahrungen, Tipps oder Hinweise.

Vielen Dank!

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